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Samstag, Mai 18, 2024

Ver­sor­gungs­an­la­ge in der Ukrai­ne aktu­ell sehr ange­spannt

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3.400 Euro für die Ukrainehilfe der Caritas Passau –  Aktion der Sparda-Bank zugunsten sozialer Initiativen

Passau. Die zunehmenden militärischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine erschweren die humanitäre Hilfe der Caritas massiv. Die Direk­to­rin der Cari­tas Ukrai­ne, Tetia­na Stawny­chy, ist wegen des ste­tig grö­ßer wer­den­den Risi­kos für die Cari­tas-Mit­ar­bei­ter*innen äußerst besorgt: ​„Soweit es uns mög­lich ist, hal­ten wir die Hil­fe im gan­zen Land auf­recht. Aber so wie alle ande­ren Ukrai­ner müs­sen auch wir als Cari­tas-Hel­fer immer öfter über län­ge­re Zeit­räu­me in Luft­schutz­bun­kern Zuflucht suchen. Zudem wer­den für uns die Wege zu den Hil­fe­su­chen­den immer gefährlicher.“ Zuletzt hat­te es Anschlä­ge auf Ver­teil­stel­len und Hilfs­kon­vois huma­ni­tä­rer Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gegeben.

Die Ver­sor­gungs­an­la­ge in der Ukrai­ne ist, wie Caritas international berichtet, im ach­ten Kriegs­mo­nat aktu­ell sehr ange­spannt: Strom‑, Was­ser- und Tele­fon­ver­bin­dun­gen sowie die Wär­me­ver­sor­gung sind in vie­len Regio­nen der Ukrai­ne über län­ge­re Zeit­räu­me immer wie­der unter­bro­chen. Gro­ße Sor­ge berei­tet den Cari­tas-Hel­fern der nahen­de Win­ter. Lan­des­weit sind rund 1.000 Cari­tas-Mit­ar­bei­ten­de und vie­le Frei­wil­li­ge in zahl­rei­chen Cari­tas-Zen­tren im Ein­satz und leis­ten Tag und Nacht Über­le­bens­hil­fe für Kriegs­be­trof­fe­ne und ver­sor­gen vor allem Men­schen, die inner­halb der Ukrai­ne vor den Kriegs­hand­lun­gen flie­hen. Zu den Hil­fen gehö­ren Essens­pa­ke­te, Not­un­ter­künf­te, medi­zi­ni­sche Hil­fe und Bera­tung von Kriegs­t­rau­ma­ti­sier­ten.

Gleichzeitig sind viele Menschen in die Nachbarländer oder nach Deutschland geflüchtet; auch in das Bistum Passau. Die Diözese und die Caritas helfen bei der Unterbringung der Geflüchteten, der Bereitstellung von Hilfsgütern, mit Beratung und psychosozialer Betreuung. In den Nachbarländern der Ukraine, in die bereits Hunderttausende Menschen geflüchtet sind, sind die lokalen Caritasverbände wie im rumänischen Satu Mare im Einsatz. Ihr Bedarf an Hilfsmitteln, Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten wird durch die Spenden aus Deutschland mitfinanziert.

In dieser Situation hat die Caritas Passau erneut wichtige Unterstützung erfahren. 3.400 Euro aus der diesjährigen Treueaktion der Sparda-Bank Ostbayern eG gehen an den Diözesan-Caritasverband. Andreas Raitner, Leiter der Sparda-Bank-Filiale Passau, übergab den Spendenscheck. Mag.a (FH) Andrea Anderlik, MSc, Andrea Anderlik, Diözesan-Caritasdirektorin, und Diakon Konrad Niederländer, Bischöflich Beauftragter für die Caritas, haben die Spende dankend entgegengenommen. Die beiden Passauer Caritasvorstände erklärten den Verwendungszweck: zum einen wird direkt an der ukrainisch-rumänischen Grenze zusammen mit Partnern der Caritas Satu Mare geholfen, die seit Ende Februar Menschen auf der Flucht Unterstützung geben. Zum anderen wird in der Diözese Passau mit ganz unterschiedlichen Hilfsleistungen versucht, den Ankommenden unter die Arme zu greifen.  

Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen der Sparda-Aktion insgesamt 100.000 Euro an 20 Vereine und Einrichtungen aus ganz Ostbayern gespendet. Dabei konnten bereits zum zehnten Mal 10.000 Mitglieder der Sparda-Bank jeweils eine Stimme für eine Spende in Höhe von 10,- Euro an einen von 20 Empfängern der Region vergeben. Die insgesamt 100.000 Euro stellte der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern e.V. zur Verfügung. „Wir wollten unserer Heimat ein Lächeln schenken. Aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden weiß ich: Mit unserer regelmäßigen Unterstützung von sozialen, wohltätigen und vielen anderen gemeinnützigen Initiativen durch Spenden aus unserem Gewinnsparverein gelingt uns das“, so Raitner.

„In die Auswahl der Vereine und Einrichtungen für die Treueaktion wurden wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen eng einbezogen. Ebenso wurde darauf geachtet, dass die Initiativen aus ganz Ostbayern stammen und verschiedene gemeinnützige Bereiche gefördert werden. Wir sind dankbar, dass es eine Vielzahl von engagierten Menschen in Ostbayern gibt, die sich für andere einsetzen“, erklärte Raitner.

„Wir führen die Treueaktion seit 2013 durch und bekommen überaus viele positive Rückmeldungen von unseren Mitgliedern dafür. Die Aktion vereint in beispielhafter Weise die Aspekte Mitbestimmung, Förderung von ehrenamtlichem und gemeinnützigem Engagement und regionaler Verbundenheit mit unserer Heimat“, so Raitner. „Es ist immer wieder toll zu sehen, mit welcher Kraft und Hingabe sich die Menschen in Ostbayern engagieren. Deshalb ist es uns wichtig, die Spende persönlich zu übergeben. Denn Wertschätzung ist fast genauso wichtig wie die monetäre Unterstützung“, so Raitner.

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