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Freitag, April 12, 2024

Herbstlicher Star auf dem Tisch

Lesestoff

Kürbisse gehören wie kaum ein anderes Gemüse zum Herbst. Und das gleich in zweifacher Hinsicht: zum Essen wie auch zur Dekoration. Jetzt gibt es jede Menge Tipps und Rezepte rund um das Herbstgemüse

Straelen. Ursprünglich kommt er gar nicht von unserem Kontinent. Etwa seit dem 16. Jahrhundert werden Kürbisse hierzulande angebaut, in ihrer Heimat Amerika nutzten sie die Menschen aber bereits viel änger. Heute sind sie gerade im Herbst für uns nicht mehr wegzudenken: sowohl für eine stimmungsvolle Dekoration als auch zum Genießen. 1000 gute Gründe, sich mit den großen orangen und bunten Früchten – botanisch gehören sie zu den Beeren – einmal näher zu beschäftigen.

Speisekürbisse sind vor allem für den Verzehr gezüchtet. Ihre Schale ist dünn und sie haben einen hohen Anteil an Fruchtfleisch. Sommerkürbisse, zu denen auch die Zucchini-Sorten gehören, werden dabei früh und unreif geerntet und mit Schale gegessen. Winterkürbisse reifen dagegen weiter und entwickeln eine harte, meist nicht essbare Schale. Dadurch lassen sie sich gut lagern: Nicht angeschnitten und an einem luftigen, trockenen Ort halten sie mehrere Monate. Wichtig ist dabei eine saubere, unversehrte Hülle, daher sollte man schon beim Kauf darauf achten, dass keine Druckstellen am Kürbis sind und auch der Stiel noch vorhanden ist. Intensiver im Geschmack sind zudem eher kleinere Exemplare. Grundsätzlich gilt bei allen Kürbissen: Wenn sie bitter schmecken, sollte man sie auf keinen Fall essen. Der Geschmack stammt vom giftigen Inhaltsstoff Cucurbitacin, der bei den Speisesorten herausgezüchtet wurde. In selbst gezogenen Kürbissen und vor allen Dingen bei selbst gezogenem Saatgut kann er allerdings wieder auftreten.

Kürbisse gehören zum Herbst unbedingt dazu (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

Der Kürbis eignet sich gut für süßsaure Kompotts, Suppen oder Risotto. Man kann ihn aber genauso gut im Ofen grillen und als Beilage verwenden. Und als Zutat beim Backen macht er den Kuchen besonders saftig. Zudem ist er auch noch gesund: 100 Gramm Fruchtfleisch haben nur etwa 25 Kalorien und enthalten viele Vitamine, Kalium, Kalzium und Zink sowie Kieselsäure, die gut sein soll für Bindegewebe, Haut und Nägel. Als besonderen Hingucker auf der herbstlichen Tafel kann man eine Suppe oder ein Risotto sogar direkt im Kürbis servieren. Dazu den Kürbis, zum Beispiel einen Hokkaido, oben aufschneiden und aushöhlen, ohne die Schale zu beschädigen. Das Fruchtfleisch direkt weiterverwenden , die Kürbisschale kann man vor dem Befüllen und Servieren bei 80 Grad im Backofen für 10 Minuten etwas anwärmen.

Ausgehöhlte Kürbisse eignen sich generell für allerlei Dekorationen: Man kann Gesichter und Muster schnitzen, sie mit Kerzen beleuchten oder Schnittblumen oder Pflanzen hineinsetzen. Gerade das Gruselgesicht – es geht auf einen irischen Brauch zurück und wurde über den Umweg in die USA weltbekannt – ist sehr beliebt, Fortgeschrittene schnitzen ganze Halloween-Szenen. Am längsten halten sie, wenn man das Fruchtfleisch gründlich herausschabt und darauf achtet, dass der Kürbis nicht ständig nass wird. Wenn man sie bepflanzt oder mit Wasser füllt, kann es sich daher lohnen, eine Folie einzulegen.

Jetzt kommt Kürbis auf den Tisch: mit herbstlicher Dekoration und leckeren Rezepten (Foto: Villa König / Blumen – 1000 gute Gründe)

Auch als ganze Früchte machen sich Kürbisse gut und werden sogar extra dafür gezüchtet. Diese Zierkürbisse sind oft kleiner und zeigen ungewöhnliche Formen und auffällige Farben und Muster. Eine Kombination aus verschiedenen Sorten sorgt schon allein für eine herbstliche Stimmung, besonders schön sind sie als buntes Arrangement mit spätblühenden Blumen und Pflanzen, wie Calluna oder Astern. Achtung: Zierkürbisse sind aufgrund ihres hohen Cucurbitacingehalts nicht essbar. Im Handel ist die Bezeichnung „echter Zierkürbis“ der wichtigste Hinweis darauf.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet jede Menge Tipps auf der Website der Initiative „1000 gute Gründe“ unter www.1000gutegruende.de. Hier gibt es sowohl leckere Rezepte als auch Deko-Ideen zum Selbermachen, entwickelt von Bloggerinnen und Bloggern, Genussprofis sowie von Fachleuten aus der Blumen- und Pflanzenbranche.

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