Die Intention: Lückenschluss Donauradweg – Europas meistbefahrener Radweg

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    MdL Waschler: „Welterbe Nasser Limes eröffnet neue Möglichkeiten“

    Niederbayern / Oberösterreich. An der neuralgischen Stelle am Haus am Strom haben sich von „drent und herent“ Mandatsträger zum Thema „Lückenschluss Donauradweg“ getroffen. „Wir sind aktuell dran und schließen die letzten Teilstücke zwischen Wesenufer und Oberranna“, erklärt Friedrich Bernhofer, ehemaliger Landtagspräsident von Oberösterreich. Gemeinsam mit Barbara Tausch, der oberösterreichischen Landtagsabgeordneten, hat er an der Gesprächsrunde zum Austausch hinsichtlich eines Lückenschlusses des Donauradwegs im Bereich Jochenstein/Obernzell teilgenommen. Auf deutscher Seite saßen auf Einladung von MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Helmut Rischka (3. Bürgermeister, Markt Untergriesbach), Ludwig Prügl (Bürgermeister, Markt Obernzell), Landrat Raimund Kneidinger, Armin Diewald (Stellvertreter des Landrats im Amt) und Herbert Hebel (Kreisstraßenverwaltung) am Tisch.

    „Letztlich geht es uns darum, möglichst viel Euro und Cent für die Vermarktung und Optimierung des frischgebackenen Weltkulturerbes Nasser Limes in die Region zu holen – und zwar im Schulterschluss mit Oberösterreich. Dafür gibt es ganz verschiedene Ansatzpunkte, einer davon ist mit Sicherheit der Ausbau entsprechender Infrastruktur, wie eben der Lückenschluss des Donauradweges“, erläutert MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler die grundlegende Intention des Austauschs. Alles sei denkbar, deswegen gehe es darum, vor einem Austausch in größerer Runde zum Weltkulturerbe „Nasser Limes“ bereits bestehende Initiativen zu benennen.

    „Durch die Aufnahme ins Weltkulturerbe bieten sich wirklich gute Chancen und die wollen wir natürlich auch nutzen, um unsere Konzepte und Ideen miteinfließen zu lassen. Der Donauradweg als einer der meistbefahrenen Radwege Europas liegt uns als Tourismusregion und im Sinne zukunftsfähiger Verkehrswege besonders am Herzen“, so Landrat Raimund Kneidinger. Man müsse jedoch offen über sämtliche Varianten sprechen, schließlich müsse es nicht immer ein „Rad-Highway“ sein. Besonders Engstellen, beispielsweise an der Ufermauer am Ortsausgang Obernzell Richtung Jochenstein, müssten offen diskutiert werden. Ein weiteres Teilstück des Lückenschlusses betreffe den Bereich zwischen Kohlbachmühle und Jochenstein.

    Auf österreichischer Seite habe man das Potential des Weltkulturerbes bereits erkannt und zielt auf einen abschließenden Rundweg am Donauradweg auf beiden Ufern unter Einbindung der drei verifizierten Weltkulturerbe-Stationen in Passau, Engelhartszell und Schlögen und Attraktionen in der Region, wie unter anderem das Römermuseum im Römerkastell Boiotro in Passau, die künftige Donauausstellung im Schloss Obernzell, das Haus am Strom in Jochenstein oder das Schütz-Art-Museum in Engelhartszell, ab. „Wir arbeiten schon seit knapp 40 Jahren auf eine durchgängige Verbindung hin, einen Rundweg, zwischen Passau und der Schlögener Schlinge“, erläutert Bernhofer. Der erste fertige Teilabschnitt sei damals auf deutscher Seite zwischen Passau-Obernzell entstanden, dann habe Österreich Gas gegeben und ebenfalls Radwege entlang der Donau gebaut, vorzugsweise in Gemeindebereichen.

    Aktuell erfolge nach knapp vier Jahrzehnten auf österreichischer Seite schlussendlich der Lückenschluss zwischen Wesenufer und Oberranna – ein Teilstück von gut 2 Kilometer. „Wir haben uns das teuerste Stück bis zum Schluss aufgehoben, sind derzeit dran und werden die Maßnahme im Herbst 2022 abschließen – für wohl 5 Millionen Euro“, so Bernhofer weiter. Dabei habe man sich auf Mittel der EU, des Bundes und Landes gestützt und Gelder aus Fördertöpfen ausgeschöpft.

    „Wir sollten nachziehen, um auch auf unserer Seite die letzten Lücken schließen und das unter Einbezug der bestmöglichen Förderkulisse“, ist auch Ludwig Prügl überzeugt. Bei der Vermarktung des Rundweges auf dem Gebiet des Marktes Obernzell sollte eine bessere finanzielle Unterstützung/Förderung sowie eine leistungsfähigere, klimafreundlichere und mit alternativen Antriebsformen ausgestattete Donaufähre Obernzell angegangen werden, um die Menschen der beiden Länder besser vernetzen zu können.

    Auch das neue Donaumuseum im Schloss Obernzell kann ein wichtiger Baustein bei der Vermarktung des Rundweges am Nassen Limes sein. Man müsse sich gegenseitig unterstützen und das Projekt Rad-Rundweg als länderübergreifende Einheit bewerben. „Das ist eine weitere Möglichkeit, dass drent und herent noch enger zusammenkommen“, so Prügl.

    Auch Helmut Rischka, dritter Bürgermeister von Untergriesbach, kann den Anstoß auf Initiative von MdL Waschler nur begrüßen: „Das Haus am Strom, das auf dem Gebiet des Marktes Untergriesbach liegt, könnte in jeder Hinsicht eine Schlüsselrolle in Grenznähe spielen. Auch ein EU-Modellprojekt zur Schaffung von Infrastruktur für die Vermarktung des Nassen Limes sollte angedacht werden.

    MdL Waschler sicherte zu, alle genannten Anregungen zu bündeln und an die Mandatsträger auf europäischer Ebene heranzutragen. In der nächsten Austauschrunde sollte der Kreis von Gesprächspartnern ausgeweitet werden und bereits vorhandene Rückmeldungen zu den einzelnen Anregungen eingebracht werden.

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