Sicher im Forst unterwegs

So werden geschädigte Laubbäume sicher gefällt

Der Forst stellt selbst erfahrene Waldarbeiter immer wieder vor neue Herausforderungen. Nicht nur bei Corona-Viren ist „Abstand halten“ das oberste Gebot, auch bei der Fällung von absterbenden gar dürren Bäumen kann fehlender Abstand tödlich sein. Profis wissen, dass sie sich beim Fällen von Bäumen immer auf ihre eigene Leistung ebenso wie auf geeignete, fachliche Ausrüstung verlassen müssen – dafür benötigt es ein paar Grundregeln, die für die nötige Sicherheit im Wald sorgen.

Die Unfallstatistiken belegen, dass die Gefahren bei der Fällung geschädigter Laubbäume häufig unterschätzt werden. Umso wichtiger ist es, immer mit der passenden Schutzkleidung und Schutzausrüstung zu arbeiten. Zusätzlich zum Kopf- und Gehörschutz zählen Schutzbrille, Arbeitsjacke, Schnittschutzhose sowie Sicherheitsschuhe und Handschuhe zur Grundausrüstung eines jeden Försters. Zudem ist es ratsm, eine Erste-Hilfe-Ausrüstung für den Fall der Fälle dabei zu haben. Grundlage für eine sichere Fällung von schadhaftem Holz ist eine genaue und konzentriert durchgeführte Baumbeurteilung.

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Das A & O vor der Fällung

Dazu muss der Waldarbeiter unter anderem Neigung und Umgebung des Baumes genau prüfen, mögliche Gefährdungen wie Totholz oder Fäule beurteilen, das geeignete Arbeitsverfahren wählen und die beste Fällrichtung planen. Wenn kein Harvestereinsatz vorgesehen ist, sollte die Fällung seilwindenunterstützt erfolgen. Bevor eine solche zum Einsatz kommt, muss natürlich – ebenso wie bei sämtlichen technischen Geräten wie etwa Motorsägen – deren ordnungsgemäßer Zustand überprüft werden. Ist ein Seilwinden-Einsatz nicht möglich, sind fernbedienbare Fällkeile empfehlenswert. Sie dürfen jedoch nur bei Fällarbeiten eingesetzt werden, die theoretisch auch mit herkömmlichen Schlagkeilen gefällt werden könnten. Das heißt: Kein Einsatz bei stärkeren Rückenhängern und Bäumen, die faul sind.