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Donnerstag, Mai 30, 2024

Lebendige Hecken

Lesestoff

Wählt man die richtigen Gehölze aus, so bietet eine Hecke unserer Vogelwelt Schutz und Nahrung. Das macht auch den menschlichen Beobachtern viel Freude

Straelen. Hecken sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil der von uns gestalteten Landschaft. Bereits früher schützten sie die Höfe und Felder vor menschlichen und tierischen Räubern, vor Wind und Wetter. Heute gehört eine Hecke ebenfalls zu den meisten Gärten dazu – schon allein als Schutz gegen unerwünschte Einblicke. Aber auch Lärm und Autoabgase kann eine Hecke abfangen. Darüber hinaus können die Gehölze Unterschlupf und Nahrung für verschiedene kleinere Vogelarten bieten. Heutzutage schwinden ihre natürlichen Lebensräume – umso wichtiger ist es, ihnen im eigenen Garten ein Reservat zu gestalten. Dafür wird man mit Gesang und Unterhaltung belohnt.

Aber welche Hecke sind eigentlich für Vögel interessant? Die Pflanzenexperten der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ geben einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften: Das einfachste Kriterium ist dabei sicher die Herkunft der Pflanze. Einheimische Arten sind ein „gewachsener“ Teil unseres hiesigen Ökosystems, dementsprechend haben sich auch verschiedene Tiere darauf eingestellt. Allerdings gibt es auch einige neu eingeführte Arten, die ebenfalls sehr beliebt sind, wie zum Beispiel die kanadische Form der Felsenbirne. Sie begeistert die Vogelwelt ebenso wie die heimische Form mit ihren leckeren kleinen Früchten.

Diese Eigenschaft ist ohnehin besonders wichtig. Vögel müssen das ganze Jahr über Futterquellen suchen. Fruchttragende Gehölze bieten über einen längeren Zeitraum ein leckeres „Buffet“, teilweise bleiben Früchte bis in den Winter hängen und bieten in der härtesten Jahreszeit noch wichtige Nahrung. Allerdings fressen nicht alle Vögel auch alle Beeren, hier gilt es ebenfalls, die richtigen Arten auszuwählen. Der Nutzen durch diese Pflanzen ist übrigens ein doppelter: Vor der Frucht steht die Blüte, und bereits damit locken sie Insekten an, die wiederum Nahrung für viele Vögel sind.

Die klassischen „Vogelbeeren“ an einer Eberesche (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

Schutz ist das andere wichtige Bedürfnis für die Vogelwelt. In Bäumen und Sträuchern mit Dornen oder Stacheln, oder besonders dicht wachsenden Zweigen sind sie sicherer vor Räubern. Auch die eine oder andere „unordentliche“ Stelle im Garten bietet Verstecke und Unterschlupf.

Mit einer Vogelschutzhecke tut man also aktiv etwas für den Umweltschutz – mal ganz abgesehen davon, dass so eine Hecke auch einfach gut aussieht: Sie bietet Blüten, Fruchtschmuck und oft auch eine strahlende Herbstfärbung. Darüber hinaus macht es einfach Freude, die gefiederten Gäste zu beobachten. Wer zusätzlich etwas dazu tun möchte, kann eine Schale mit Wasser zum Trinken und Baden aufstellen. Aber bitte an einem sicheren Platz, an den sich Katzen nicht so einfach anschleichen können. Zum Dank helfen die Vögel dann auch gerne beim Pflanzenschutz: Meisen, Sperlinge und Co. turnen mit Geduld durch die Büsche und fressen haufenweise Blattläuse, Käfer und Raupen.

Die Amsel freut sich im Winter über hängen gebliebene Früchte (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

Noch mehr Tipps und Ideen rund um Blumen und Pflanzen hat die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ unter www.1000gutegruende.de.

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