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    Im Frühjahr können Rosen gepflanzt und geschnitten werden. Für ein bisschen Sonne, Dünger und Pflege belohnen sie Gartenfans mit einer überreichen Blütenpracht

    Straelen. Für viele ist die Rose der Inbegriff der schönsten Blume. Mit ihrer reichen und vollen Blüte sowie einem häufig betörenden Duft erobert sie die Herzen der Gartenbesitzer. Darüber hinaus gibt es so viele verschiedene Arten und Wuchsformen, dass sich für jeden Platz eine passende finden wird. 1000 gute Gründe, sich einmal näher damit zu beschäftigen. Das zeitige Frühjahr ist eine gute Pflanzzeit, damit sich die Rosen bis zum trockeneren Sommer schon einmal einwurzeln können. Das gilt besonders für wurzelnackte Pflanzen, die man nur im Frühling oder besser noch im Herbst setzen sollte. Getopfte Exemplare kann man dagegen theoretisch jederzeit setzen, sollte sie aber dann im Sommer gut wässern. Wer schon Rosen im Garten hat, kann sich je nach Sorte bald an den Rückschnitt machen. Anzeichen dafür ist die Forsythienblüte in der Gegend – oder wenn die ersten neuen Triebe an der Rose etwa einen Zentimeter lang sind.

    Stars im Beet sind Beet- oder Edelrosen. Beetrosen blühen vom Sommer bis in den Herbst, zeigen zahlreiche Blüten in üppigen Büscheln und wachsen kompakt bis zu 80 Zentimeter hoch. Einziger Wermutstropfen: Sie duften nur wenig. Im Trend liegen dabei einerseits nostalgische gefüllte Rosen sowie andererseits naturhafte kleinere Blütenbüschel. Edelrosen wiederum zeichnen sich durch einzelne gefüllte Blüten an langen Stielen aus, sie werden rund einen Meter hoch und blühen öfter. Beet- und Edelrosen schneidet man kräftig zurück: Lediglich die fünf stärksten Triebe bleiben in einer Länge von 15 bis 25 Zentimetern stehen.

    Wer mehr Platz hat, kann sich für Strauch- oder Wildrosen entscheiden. Sie wachsen als bis zu zwei beziehungsweise drei Meter hohe Sträucher und eignen sich damit sogar für blühende Hecken. Wildrosen sind sehr robust und schmücken sich zur Freude der Tierwelt im Herbst mit roten Hagebutten. Leider blühen sie nur einmal im Jahr. Strauchrosen bleiben etwas kleiner, es gibt sie sowohl als mehrfachblühende Arten mit naturhaften Blüten als auch als einmalblühende mit dicht gefüllten. Einmalblühende Rosen kann man im Frühjahr etwas auslichten, mehrfachblühende einfach um etwa ein Drittel zurückschneiden.

    Gefüllte Beetrosen haben nostalgischen Charme (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

    Kleinstrauchrosen wachsen mit maximal 80 Zentimetern Höhe besonders kompakt. Sie blühen mehrfach im Jahr in vielen Farben, sind pflegeleicht und vielseitig verwendbar: im Beet, als niedrige Hecke oder als Bodendecker. Eine ihnen zugeordnete Gruppe sind die Bodendeckerrosen, die meist noch etwas flacher wachsen. Beide können leicht zurückgeschnitten oder alle paar Jahre im Frühjahr radikal auf circa 15 Zentimeter über dem Boden gekürzt werden.

    Experten für die Höhe sind starkwüchsige Rambler, die nur einmal im Jahr blühen, aber auf bis zu sechs Meter klettern können, oder die öfter blühenden Climber, die bis auf drei Meter kommen. Beide kann man nach Wunsch im Frühjahr etwas auslichten, günstig sind auch Maßnahmen, die die Bildung von blütentragenden Seitentrieben fördern.

    Bei der Auswahl aller Rosen sollte man neben Blüte und Wuchsform auf das ADR-Zertifikat achten, das empfehlen auch die Pflanzenkenner der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“. Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) bewertet Rosen unter anderem nach Blüte, Duft und Winterhärte, das wichtigste Kriterium ist aber die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten. Während ältere Rosen oft anfällig gegen Echten Mehltau, Sternrußtau und Co. waren, sind viele neue Sorten robuster und damit pflegeleichter.

    Apropos Pflege: Am richtigen Platz macht eine gesunde ADR-Rose nur wenig Arbeit. Wichtig ist aber, dass sie sonnig, luftig und in einem tiefgründigen Boden steht. Konkret heißt dies, dass die Rose fünf bis sechs Stunden Sonne am Tag bekommen sollte. Direkt an einer Hauswand kann sie im heißen Sommer leicht austrocknen, wodurch ihre Abwehrkräfte gegen Schädlinge und Erreger geschwächt werden. Wird sie zu eng mit anderen großen Pflanzen gesetzt, bleiben die Blätter nach Regengüssen lange nass, was ebenfalls Blattkrankheiten begünstigt. Rosen mögen einen Boden mit Anteilen an Lehm, der Nährstoffe und Wasser gut hält, Sand, der den Boden lockerer macht und nährstoffreichem Humus. Als Tiefwurzler können sie Wasser auch aus tieferen Bodenschichten aufnehmen, dennoch sollte man sie in langen Trockenperioden im Sommer selten, aber dann kräftig gießen. Ebenfalls wichtig ist regelmäßiges Düngen: einmal vor dem Austrieb im März sowie nochmals nach der ersten Blüte, am besten jeweils mit Kompost oder einem Rosendünger. Lediglich direkt bei der Pflanzung und im ersten Jahr sollte man zurückhaltend düngen, darauf weisen die Pflanzenexperten hin: „Die Rose soll ihre Energie im ersten Jahr in die Entwicklung der Wurzeln stecken. Wenn sie nicht alle Nährstoffe im engsten Umkreis findet, bildet sie ein weiter verzweigtes, breiteres Netz aus. Damit ist sie in Zukunft besser aufgestellt – auch wenn es fürs erste Jahr wahrscheinlich eine schwächere Blüte bedeutet.“

    Ungefüllte Beetrosen wirken naturhaft – und bieten Nahrung für Insekten (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

    Noch mehr Tipps von den Gartenexperten sowie schöne Deko-Ideen mit Rosen und anderen Blüten hat die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ unter www.1000gutegruende.de.

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