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Donnerstag, Mai 30, 2024

Pflanzliche Eiweißlieferanten aus Bayern

Lesestoff

Nachhaltig, gesund und regional: Sojabohne, Linse, Erbse & Co.

In Lateinamerika, Afrika und Asien gelten Hülsenfrüchte als wichtiges Grundnahrungsmittel. In Deutschland verloren sie als „Arme-Leute-Essen“ in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung. Durch den Trend zu weniger Fleisch und zu einer bewussten nachhaltigen Ernährung gewinnen die sogenannten Speiseleguminosen derzeit wieder an Beliebtheit. Dies wirkt sich auch positiv auf den heimischen Anbau aus, so der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Die gesunden Eiweißlieferanten sind sowohl für eine ausgewogene Ernährung als auch aus ökologischer Sicht empfehlenswert.

In Bayern gibt es einige Projekte im Rahmen der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die den Anbau von Speiseleguminosen in der Region fördern. „Die landwirtschaftlichen Vorteile beim Anbau von Hülsenfrüchten sind vielfältig“, erklärt Eva Kirchberger, Ernährungsexpertin beim VSB. Neben der Auflockerung der klassischen Fruchtfolgen werden Ressourcen wie Boden, Wasser und fossile Rohstoffe geschont. Zudem benötigen sie keinen Dünger. „Leider fehlen aktuell oft noch passende Vermarktungsmöglichkeiten. Auch die Konkurrenz zu Getreide, Mais oder Raps halten viele Landwirt*innen vom Anbau ab“, so Kirchberger. Erfreulicherweise steigt aktuell die Nachfrage seitens der Verbraucher*innen, sodass immer mehr bayerische Landwirt*innen mit dem Anbau von Linsen, Kichererbsen, Soja- oder Ackerbohnen beginnen. „Die Entscheidung für eine hochwertige pflanzliche Proteinquelle in Form von regionalen Hülsenfrüchten ist nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus ökologischer Sicht nachhaltig und zu empfehlen“, so die Ernährungsexpertin.

Reich an pflanzlichen Proteinen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, sind Linse, Erbse und Co. auch ernährungsphysiologisch wertvoll. Sie wirken unter anderem sättigend, cholesterinsenkend und positiv auf den Blutzucker. „Unerwünschten Nebenwirkungen wie Blähungen beugen Verbraucher*innen leicht vor: Regelmäßiger Verzehr, gründliches Spülen der Hülsenfrüchte oder Verwenden von Gewürzen wie Kümmel, Ingwer oder Fenchel helfen“, so die Expertin.

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