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Dienstag, März 5, 2024
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Unfallschwerpunkt in Bayern: Waldarbeiten

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MESSE FRÜHLING in Ried

Haussausstellung

In Bayern ereignen sich mehr als die Hälfte aller schweren Waldunfälle deutschlandweit (2.700 Unfälle in Bayern von insgesamt 5.000)

Bayern. Bei den tödlichen Unfällen im Wald sieht es noch schlimmer aus. Von 35 gemeldeten – tödlichen – Waldunfällen in Deutschland ereigneten sich im Jahr 2019 fünfundzwanig (25) in Bayern. Das heißt also, die restlichen zehn tödlichen Unfälle verteilten sich auf die anderen fünfzehn Bundesländer.

Und die weiteren Zahlen sind noch besorgniserregender; 72 Prozent der schweren und 80 Prozent der tödlichen Unfälle in Bayern ereignen sich im bäuerlichen Wald. Die Besitzstrukturen hier sind: Durchschnittlich zwei Hektar je Waldbesitzer, oft noch verteilt auf mehrere Parzellen. Keine oder wenig erschlossene Waldflächen, wenig oder gar keine Ausbildung bezüglich Waldbewirtschaftung, Waldarbeit oder Sicherheit bei Arbeiten im Wald.

Auch die nächste oder übernächste Generation (Kinder, Enkel) ist oft noch geprägt von der Art, wie der Großvater im Wald gearbeitet hat. Dazu ein paar häufig gehörte Aussagen:

„Bäume umschneiden haben mir der Opa und der Onkel gelernt.“

„Wir haben auch alle mal einen Motorsägenkurs besucht.“

„Meistens machen wir nur Brennholz(bäume).“

Auf Nachfrage: „Habt ihr dabei ein gutes Gefühl?“ – „Nein, und es wäre auch schon öfter beinahe schief gegangen…“

Deshalb sollte sich jeder Waldbesitzer folgende Fragen stellen:

  • Wo stehe ich bezüglich meiner „Waldkompetenz“?
  • Wie viel Zeit habe ich effektiv, um mich um meinen Wald zu kümmern?
  • Habe ich Profis an der Hand, die Schäden ini meinem Wald professionell beseitigen können?
  • Weiß ich, was mein Wald wert ist und wieviel dieser in Zukunft wert sein wird?
  • Wie werde ich entscheiden, wenn es um die Zukunft meines Waldes und meines Betriebes geht (oberstes Gebot: Meine Familie und ich müssen gesund sein und bleiben – auch in Zukunft)

Wie hoch ist mein Risiko?

Den eigenen Wald auf Risikopotenzial einschätzen:

  • Wirtschaftliches Risiko
  • Waldbauerliches Risiko
  • Risiko, bei Eingriffen zu (möglichen oder unmöglichen) Schadensminimierung für sich selbst oder Familienmitglieder Schaden zu nehmen
  • Risiko, die Falschen (keine echten Profis) mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen und damit ein Haftungsrisiko zu generieren
  • Risiko, sich nicht ausreichend beraten zu lassen

Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig mit Dienstleistern (Ämter für Land- und Forstwirtschaft, Forstliche Zusammenschlüsse) und mit Marktpartnern (Lohnunternehmen, Rundholzhändler, Forstbaumschulen, Galabau-Unternehmen mit Forsterfahrung) persönlichen Kontakt aufzunehmen und sich ein eigenes Meinungsbild zu schaffen.

Auf kommunaler Ebene / Landkreis-Ebene ist der „Finger zu heben“ und auf die dringendsten Bedürfnisse, aber auch auf mittel- und langfristige Bedürfnisse aufmerksam zu machen – Stichwort: „Der Wald braucht eine Stimme. Meine.“

Weiter sind alle Einrichtungen und Zusammenschlüsse, die Wälder und Moore unterstützen, zu stärken und ebenso zu unterstützen. Dieses Unterstützung erfolgt am einfachsten durch eine Mitgliedschaft (Quantität) und am Besten durch qualifizierte Meinungsäußerungen (immer schriftlich, nicht in elektronischer Form).

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