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Dienstag, März 5, 2024
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Unfälle mit Leitern und von Leitern zählen zu den schwersten und folgenreichsten in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und im Gartenbau

Lesestoff

MESSE FRÜHLING in Ried

Haussausstellung

Stürze von Leitern und erhöht liegenden Arbeitsplätzen führen zu schwersten Verletzungen: Schädel-Hirn-Traumata, oft irreparabel; Wirbel-Brüche, öfter mit Querschnittslähmungen; Beckenbrüche, immer mit langwierigsten Heilungsverläufen; Polytraumata – so ziemlich alles am Körper ist gebrochen, gerissen, verletzt …

Leitersturzopfer, die den Sturz überleben, leiden oft ihr Leben lang weiter an den Sturzfolgen. Viele sind regelrecht verzweifelt, weil die Heilungsverläufe so mühsam oder kaum erkennbar sind.

Auf der anderen Seite gibt es Personen, die Leitern wie selbstverständlich verwenden – auch viele ältere Personen. Für Letztere sind Leitern besonders gefährlich – weil der Gleichgewichtssinn mit dem Menschen altert und ihn anfälliger für Schwindelanfälle und Ohnmacht macht.

Jede/jeder, der vor hat, eine Leiter zu benutzen, sollte drei Überlegungen anstellen:

  • Wozu will/muss ich auf die Leiter steigen. Ist es das Risiko wert?
  • Kann ich geringfügige Arbeiten in der Höhe zusammenfassen (z. B. Leuchtmittel wechseln, Kabel anbinden, Bretter festnageln, Beschläge ausbessern, Äste abschneiden, …), wenn ein Arbeitskorb, ein sicherer Teleskop-Ausleger auf dem Betrieb ist?
  • Wieviel ist mir mein Leben, meine Gesundheit wert? Was wird aus meiner Familie / meinem Betrieb, wenn ich Leiterunfall-Langzeitopfer bin?

Die Außendienstmitarbeiter beurteilen zusammen mit den Betriebsunternehmern, den Beschäftigten und den Familienangehörigen das Risiko bei Arbeiten in der Höhe und speziell auf Leitern gemeinsam. Gemeinsam werden dann Maßnahmen erarbeitet, um die Risiken zu minimieren.

Stürze mit und von Leitern müssen weniger werden. Die extrem hohen Kosten (einzelne Leiterunfälle kosten sechs- bis siebenstellige Beträge, die von der Solidargemeinschaft beglichen werden müssen) und vor allem das langanhaltende, tiefgreifende Leid der Betroffenen und deren Betriebe und Familien erzeugen Handlungsbedarf.

Bewegen wir uns weg von der Leiter – hin zu sicheren, zukunftsfähigen Alternativen für Arbeiten im Betrieb.

Infos und Tipps: Für Franken: Marianne Schön, Tel. 0561 785 13480, für Schwaben und Oberbayern: Rita Kanjo, Tel. 0561 785 13172, für Niederbayern und Oberpfalz: Elisabeth Forstmeier, Tel. 0561 785 14120, und die Ihnen vertrauten Außendienstmitarbeiter der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft innerhalb der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

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