Professor Grifka: Schulterprobleme – nicht auf die „leichte Schulter“ nehmen!

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    Das Klinikum Bad Abbach vor den Toren Regensburg setzt auf besonders Patienten schonende Therapien bei der Behandlung von Schmerzen, Verschleiß und Bewegungsproblemen im Schulterbereich

    Bad Abbach (obx). Jeder dritte Deutsche leidet irgendwann in seinem Leben unter Schulterproblemen. Die Zahl der Patienten mit Schulterproblemen steigt, auch durch die Verschiebung der Alterspyramide. Ursachen von Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Schultergelenk sind Arthrose, Sportverletzungen, Versteifungen aufgrund von Gelenk- und Sehnenentzündungen oder auch durch Kalkablagerungen im Sehnenbereich. Bei der Behandlung setzen Ärzte der Orthopädischen Universitätsklinik Bad Abbach zu einem auf konservative Therapien und bei Bedarf auf besonders schonende minimal-invasive Operationsmethoden. Diese neuen Operationstechniken reduzieren die Belastung der Patienten heute mehr als jemals zuvor.

    „Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie ist auch bei Schulterbeschwerden exakte Diagnostik. Darauf aufbauend können wir mit den Maßnahmen der Schulterschule beispielsweise die Muskeln gezielt trainieren oder durch Verhaltensmaßnahmen Operationen vermeiden“, sagt Prof. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik am Asklepios Klinikum Bad Abbach. 2020 wurde die von ihm geleitete Orthopädie von dem Magazin „Newsweek“ bei den 100 besten orthopädischen Fachkliniken weltweit eingestuft.

    „Selbst bei Knochenbrüchen muss nicht immer operiert werden. In vielen Fällen ist die konservative Behandlung von Oberarmbrüchen sogar vorteilhafter: Die Durchblutung bleibt ungestört und man erspart dem Patienten die stationäre Krankenhausbehandlung und eventuell auch weitere Komplikationen“, berichtet Oberarzt Dr. Lukas Parik, Leiter des Bereichs Schulter am Asklepios Klinikum in Bad Abbach.

    Ist allerdings bereits ein Funktionsverlust in der Beweglichkeit eingetreten, können Muskel-Sehnen-Risse oft per „Schlüsselloch-Operation“ minimal-invasiv repariert oder muss zum Beispiel die Muskel-Sehnen-Platte operativ rekonstruieren werden, um etwa Folgeschäden wie eine Arthrose zu vermeiden.

    Winzige Schnitte – große Wirkung

    Bei den minimal-invasiven Operationsmethoden genügen dem Chirurgen oft zwei oder drei Schnitte von nur rund vier Millimetern Länge im Schulterbereich. Durch diese winzigen Hautöffnungen werden dann in der Regel eine Mini-Sonde mit Kamera und das notwendige Operationsinstrument in das Schultergelenk eingeführt. So erkennt der Arzt zum Beispiel, ob eine Sehne genäht werden muss und kann die notwendige Operation auch gleich durchführen. Selbst eine Stabilisierung des Schultereckgelenks ist mittlerweile im „Schlüssellochverfahren“ möglich. Eine schnellere, schmerzarme Rehabilitation und verminderte Ausfallzeiten im Beruf und beim Sport sind die wesentlichen Vorteile dieser modernen rekonstruktiven Art der Gelenkchirurgie.

    Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Durch seinen großen Bewegungsraum ermöglicht es uns in alle Richtungen zu greifen und Kraft zu entwickeln. Der Rat von Professor Grifka: „Wer Schulterprobleme vor allem auch bei aktiver sportlicher Betätigung vermeiden will, muss den Aufbau der Schulter verstehen. Das Schultergelenk besitzt einen großen Gelenkkopf mit nur einer kleinen Pfanne als Gegenlager. Die Kapsel und die Muskel- und Sehnenstrukturen sind deshalb für die Stabilisierung sehr wichtig und für die optimale Schulterfunktion entscheidend“, so der Klinikchef.

    Bei der Schulter und erst recht bei minimal-invasiven Operationen gilt der gleiche Grundsatz wie bei allen anderen Operationen im Bereich des Bewegungssystems: „Routine und Erfahrung des behandelnden Chirurgen ist der beste Garant für den Operationserfolg“, so Professor Grifka.

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