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    Laubholzernte übersteigt bäuerliches Fachkönnen fast immer. Laubbäume sicher und richtig ansprechen zu können, erfordert fundiertes Fachwissen. Hinzu kommen weitere „Eigenheiten“ von Laubholz im bäuerlichen Wald.

    Immer wieder passieren bei der Waldarbeit, vor allem im Laubholzbereich, schwere Unfälle. Ein Grund dafür ist, dass die meisten Laubholzarten zu den Totastverlierern zählen. Das bedeutet, dass abgestorbene Äste nicht wie bei der Fichte am Baum verbleiben, sondern vom Stamm abgestoßen werden und zu Boden fallen. Dazu braucht es keine äußeren Einflüsse. Wird dann der Laubbaum durch falsche Fälltechnik noch unnötig stark gekeilt, fallen vermehrt abgestorbene Äste zu Boden. Diese führen beim Waldarbeiter zu sehr starken Kopf- und Rückenverletzungen. Schädelbasisbrüche und Wirbelverletzungen mit schwerwiegenden Folgen am Bewegungsapparat sind keine Seltenheit, ebenos wie Verletzungen an der Schulter.

    Laubbäume in bäuerlichen Betrieben wurden in der Vergangenheit oft stark vernachlässigt und haben heute häufig starke Dimensionen. Weiter neigen Laubbäume vermehrt zur Zwieselbildung. Eine falsche Baumansprache und die Anwendung der falschen Schnitttechnik können dann lebensgefährlich sein. Mit dem erworbenen Wissen aus den zweitägigen Motorsägenkursen, sind die eigene Wissensgrenze und die Grenze der eigenen Fähigkeiten schnell überschritten.

    Um die eigene Unfallgefahr zu senken, muss im Privatwaldbereich ein ausgebildeter Forstwirt mit der Fällung beauftragt werden. Die forstlichen Unternehmer haben neben der nötigen Qualifikation auch die entsprechende Forsttechnik zur Verfügung. Die dabei anfallenden Holzerntekosten ,im Bereich von 20 bis 25 Euro/fm, sind unter Berücksichtigung der eigenen Gesundheit durchaus hinnehmbar und akzeptabel.

    Der verlängerte Wurzelanlauf wurde entfernt und der Zustand im Zwiesel kommt zum Vorschein (Foto: SVLFG)

    Die Bilder zeigen eine Esche, die bereits am Stammfuß einen Zwiesel ausgebildet und ein Stockmaß von weit über einem Meter hat. Um die Situation besser einschätzen zu können, wurde auf einer Seite der verlängerte Wurzelanlauf entfernt. Bereits während des Schnitts mit der Motorsäge flossen einige Liter Wasser heraus, welches sich in dem Zwiesel gesammelt hatte. Im Bild 2 ist zu erkennen, dass im Zwiesel keine Verbindung der beiden Stämme vorhanden ist. Diese Situation ist äußerst gefährlich, da die Standfestigkeit der beiden einzelnen Stämme nur sehr schwer beurteilt werden kann. Für den korrekten Fällschnitt braucht es forstfachliches Können und die richtige Anwendung der Schnitttechnik, so wie viel Erfahrung im Umgang mit der Motorsäge. Im Bild 3 ist das vorbildliche Schnittbild zu erkennen. Ebenfalls sieht man an der noch stehenden Esche den durch ständig vorhandene Feuchtigkeit bereits vorhandenen Fäuleprozess. Diese Situation sieht man dem Baum von außen nicht an. Professionelle Waldarbeit durch ausgebildetes Forstpersonal ist in dieser Situation unverzichtbar.

    Vorbildliches Schnittbild mit der zweiten, noch stehenden Esche (Foto: SVLFG)

    Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre Berufsgenossenschaft: Für Landshut: Dagmar Kühl (Telefon 0561 785 13631), für München und Augsburg: Rita Kanjo (Telefon 0561 785 13172) und für Bayreuth und Würzburg: Marianne Schön (Telefon 0561 785 13480).

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