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Gefährliche Ferien – gerade jetzt nach Corna

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Die Zahl der Kinderunfälle steigt während der Sommerferien / Asklepios Klinikum Bad Abbach: Spitzenbewertung bei der Kinder-Orthopädie

Bad Abbach (obx). Endlich Ferien und Urlaubsspaß ohne strenge Abstands- und Maskenpflicht: Die Sommerferien 2021 geben Kindern die lang ersehnte Unbeschwertheit zurück. Allerdings: Ferienzeit ist auch Unfallzeit. „Die Zahl der Kinderunfälle steigt während der Sommerferien immer deutlich an“, sagt Professor Dr. Joachim Grifka, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik in Bad Abbach. Über 1300 Kinder werden jedes Jahr dort vor den Toren Regensburgs behandelt.

In Bad Abbach entstand in den letzten Jahren ein bayerisches Kompetenzzentrum für Kinderorthopädie. Beispielhaft ist die Kinder-Sprechstunde im Asklepios Klinikum. Laut jüngstem Ärztereport 2021 des Magazin Focus zählt Klinik-Chef Professor Joachim Grifka heute zu den besten Kinderorthopäden Deutschlands – mit Bestnote in der Rubrik „von Ärzten empfohlen“ und Spitzennoten auch bei der Bewertung durch Patienten.

Behandlung auf Uni-Klinik-Niveau

Die Notfall-Ambulanz in Bad Abbach ist rund um die Uhr für die kleinen Patienten da, wenn im Alltag, beim Spiel und Sport etwas passiert. Die Kinder-Orthopädie verfügt über die Kompetenz und das breite Diagnose- bzw. Behandlungs-Potential eines Universitätsklinikums.

1,7 Millionen Kinder müssen jährlich nach Unfällen ärztlich behandelt werden. Die Erfahrungen in der Notfallambulanz der Orthopädischen Universitätsklinik Bad Abbach haben in den letzten Jahren gezeigt: Die Ferienzeit birgt für Kinder unter 14 Jahren ein besonders hohes Unfall- und Verletzungsrisiko.

Therapiegrundsatz: ambulant vor stationär, wann immer möglich

Mit den Therapiegrundsätzen „ambulant vor stationär“ und „rechtzeitig behandeln, Operationen möglichst vermeiden“ ist die Klinik in der Kinderorthopädie zukunftsweisend. Dieses entlastet Kinder wie Eltern gleichermaßen. Wichtige Behandlungsfelder sind neben der Notfall-Ambulanz die Korrektur von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsorganes sowie von Fehlstellungen im Bereich der Arme, Beine und der Wirbelsäule vom Säuglingsalter bis zum Ende der Pubertät.

Tipps für Kinder und Eltern zur Unfallverhütung in den Ferien

Gefahren für Kinder lauern zum Beispiel beim Radfahren, Downhill Biken oder dem Inlineskaten. Beim Radfahren sind vor allem Arme und Beine gefährdet. Der Verletzungsanteil liegt hier bei 60 Prozent, gefolgt von Verletzungen am Kopf mit rund 25 Prozent. Wobei die Folgen eines Schädelhirntraumas bei Kindern sehr viel gravierender sind als bei Erwachsenen. „Ein Helm mit harter Schale und weichem Kern muss deshalb bei Radtouren von Kindern obligatorisch sein“, so Oberärztin Dr. Esther Dingeldey.

Beim Inlineskaten oder auch Downhill Biken empfehlen die Asklepios-Ärzte zusätztlich Schutzausrüstung mit Protektoren an Händen, Ellbogen, Kniegelenken bzw. auch durch einen Rückenprotektor.

Eine ganz besondere, oft unterschätzte Gefahrenquelle sind Trampoline. Mit der wachsenden Zahl der Hüpfgeräte in den Gärten stieg laut Deutscher Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) auch die Zahl der Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen, Prellungen und Platzwunden. Nach einer Erhebung des Robert-Koch-Institut ist das Trampolinspringen bei den Ein- bis Sechsjährigen heute eine der häufigsten Unfallursachen im Zusammenhang mit der Benutzung von Sport oder Freizeitgeräten.

Empfehlungen fürs Trampolinspringen

Erst ab einem Alter von sechs Jahren sollten Kinder das Trampolin nutzen

Ohne Schuhe hüpfen

Ständige Beaufsichtigung des Kindes beim Springen

Es sollte sich immer nur ein Kind im Trampolin befinden

Regelmäßige Überprüfung des Zustands und der Sicherheit des Trampolins

Das Trampolin ist für andere Spielgeräte tabu

Fehlhaltung bei Kindern – schmerzhafte Hypothek fürs Erwachsenenalter

Grifka empfiehlt Eltern, aber auch im normalen Alltag, auf Rücken und Gelenke ihrer Kinder zu achten. „Oft werden schon früh bei Kindern Fehler zum Beispiel mit kritischer, einseitiger Wirbelsäulenbelastung etwa beim Sitzen gemacht. Die Folge ist die Entwicklung von Haltungsschäden mit oft fatalen Folgen im Erwachenenalter“, sagt der Klinikdirektor.

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