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Freitag, Mai 24, 2024

Lebensmittel für die Tonne?

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Schlecht lesbares Mindesthaltbarkeitsdatum verstärkt Verunsicherung

Rund 12 Tonnen Lebensmittel werfen die Deutschen – laut der Studie „Baseline 2015“ – jährlich weg. Viele davon sind noch einwandfrei genießbar und landen nur aufgrund des überschrittenen Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) im Müll. Was sich hinter dem Begriff verbirgt und auf was zu verbessern ist, erklärt der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

„Das MHD sagt aus, wie lange ein Produkt gelagert oder verzehrt werden kann, ohne dass es spezifische Eigenschaften verliert. Dazu zählen beispielsweise Geruch, Geschmack, Nährwert, Farbe und Konsistenz. Das bedeutet, dass auch nach Ablauf dieses Datums, ein Lebensmittel in der Regel unbedenklich zu genießen ist“, so Eva Kirchberger, Ökotrophologin beim VSB. Verbraucher*innen lassen sich regelmäßig verunsichern und werfen Nahrungsmittel weg, obwohl diese noch ohne Gefahr zu verzehren sind. „Nehmen Sie Ihre eigenen Sinne wie Riechen, Schmecken oder Sehen zur Hilfe, um herauszufinden, ob ein Lebensmittel genießbar ist“, so die Expertin.

Laut VSB stellt die Kennzeichnung des MHD ein weiteres Problem dar. Eine kleine Stichprobe des Verbraucherverbandes zeigt, dass sich das Datum mal auf der Unterseite der Verpackung befindet, mal am Glasrand, einfach verwischt oder in ungünstiger dunkler Farbkombination angebracht ist. Besonders, wenn Produkte schon länger zu Hause aufbewahrt wurden, verstärkt ein schlecht leserliches MHD die Verunsicherung der Verbraucher*innen. Aus Sicht des VSB ist das einer der Gründe, weshalb viele Produkte, die noch genießbar sind, den Weg in die Mülltonne finden. Dies ist problematisch und muss laut dem Verbraucherverband verbessert werden.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Mindesthaltbarkeitsdatum – gut gekennzeichnet?

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