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Freitag, Juni 14, 2024

Digitale Mitgliederversammlung des Landesverbandes pro familia Bayern

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Der Landesverband der pro familia Bayern veranstaltete am 11. Dezember 2020 seine erste digitale Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Berichte der Mitgliedsverbände zu den Herausforderungen für die Beratungsarbeit durch die Pandemie sowie der Antrag zur klaren Abgrenzung der pro familia Bayern zu rechtpopulistischen und rechtextremen Strömungen

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“, so überschrieb die Landesvorsitzende der pro familia Bayern e.V. die erste digitale Mitgliederversammlung der bayerischen pro familia Orts- und Regionalverbände.

Da es unter den aktuell bestehenden Covid-19 Hygienebedingungen nicht möglich gewesen sei, mit allen Mitgliedern eine persönliche Versammlung abzuhalten, habe sich der Landesvorstand in diesem Jahr für eine Online-Variante entschieden. Die digitale Version ermöglichte somit sogar mehr Mitgliedern die Teilnahme als in den vorherigen Jahren und fand positiven Anklang.

Wie fast überall sorgte Covid-19 in diesem Jahr auch bei pro familia Bayern dafür, dass Beratungen vermehrt über das Telefon und digital abgehalten werden mussten. Dass dies sehr schnell und reibungslos gelungen sei, war nur durch die sehr intensive Unterstützung der Mitgliedsverbände aus der Landesgeschäftsstelle möglich.

Technische Unterstützung lieferte hierbei der Verein „cyber4EDU“ mit der Plattform „BigBlueButton“, die bayernweit bei pro familia für die Durchführung datenschutzkonformer Videokonferenzen eingeführt wurde. Auf diesem Weg konnte die physische Präsenz ersetzt, aber die persönliche Beratung und der Austausch untereinander sichergestellt werden.
Aufgrund der steigenden Kosten für Neuanschaffungen wie Servertechnik, in Verbindung mit geringeren Spendeneinnahmen, sind die finanziellen Belastungen 2020 für pro familia überdurchschnittlich gewachsen. Um pro familia beim Ausbau des digitalen Beratungsangebotes zu unterstützen, spendete die Partei DIE LINKE 1.200 € und unterstützt damit die Frauenhilfe.

Die pro familia Bayern e.V. steht als Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung für ein Menschenbild, in dessen Mittelpunkt die Freiheit des Menschen in eigener Verantwortung sowie die Leitmotive von Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und Gleichberechtigung stehen.

Dieses Selbstverständnis steht im offenen Gegensatz zu den Haltungen und Programmen rechtspopulistischer und rechtsextremer Organisationen und Parteien. Deshalb hat die Landesmitgliederversammlung der pro familia Bayern einstimmig beschlossen, dass die Mitgliedschaft von Personen, die diesen Positionen und programmatischen Inhalten (wie etwa denen der AfD) nahe stehen oder diese offen verfolgen, mit den Grundwerten des pro familia Landesverbandes Bayern und seinen Mitgliedsverbänden nicht vereinbar ist. Die Mitgliedsverbände der pro familia Bayern sind damit dazu aufgerufen, diesen Beschluss künftig in die Satzung zu übertragen.
Darüber hinaus wurden bei den regulär anstehenden Vorstandswahlen die bisherigen Landesvorsitzenden Stefanie Öller und Stefanie Schäfer in ihrem Amt bestätigt und einstimmig wieder gewählt. Unterstützung erhält der Landesvorstand in diesem Jahr durch Claudia Schilling-Scholz als drittes, hinzugewähltes Vorstandsmitglied.

Mit einem großen Dank an die Landesgeschäftsstelle für die Vorbereitung und die Durchführung der digitalen Landesmitgliederversammlung und dem Resümee, dass dieses Format auch für die Zukunft an Bedeutung für die landesweite Kooperation dienen kann und wird, beendete die wiedergewählte Landesvorsitzende die Versammlung.

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