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Sonntag, Mai 5, 2024

Durchs kühle Perlbachtal

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Naturpark-Wandertipp der Woche

Mitterfels (Landkreis Straubing-Bogen). Diese Woche führt der Naturpark-Wandertipp in die Gemeinde Mitterfels. Die etwa drei Kilometer lange Wanderung folgt dem Naturerlebnispfad Perlbachtal, beginnend bei der Burganlage in Mitterfels.

Zunächst führt der Rundweg unterhalb der Burganlage entlang, dann hinunter ins Perlbachtal und führt vom ehemaligen Naturschwimmbad über den Liebeshain wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die teilweise anspruchsvolle Runde mit kurzen steilen Anstiegen von insgesamt etwa 85 Höhenmetern ist in etwa eineinhalb Stunden zu bewältigen.

Die Wanderung beginnt an der spektakulären ehemaligen Burganlage Mitterfels und folgt der Beschilderung „Naturerlebnispfad“. Die Übersichtskarte vor der Burgbrücke bietet die Möglichkeit, sich einen Überblick über den Wegeverlauf zu verschaffen. Zunächst führt der Weg südlich der Kirche hinein in den Wald und über Treppenstufen zum Fuße der Burgmauer. Nachdem die Burganlage fast einmal umrundet wurde, führt der Rundweg auf schmalen unbefestigten Pfaden teilweise steil hinunter ins Tal der Menach. Der laubholzreiche Schluchtwald entlang des Weges mit alten Baumriesen und verhältnismäßig viel Totholz bietet einen idealen Lebensraum für Spechte und totholzbewohnende Käferarten.

Inmitten des Waldes taucht plötzlich eine mystische Felsformation auf, und das Blätterdach lichtet sich. Es handelt sich hier um den bekannten Teufelsfelsen, der durch die Jahrmillionen lange Verwitterung eine besondere Gestalt aufweist. Danach geht es die letzten Meter hinunter zum Talgrund, in dem die Menach fließt. Gleich zu Beginn zeigt der Bach, der im Volksmund aufgrund der früher vorkommenden Flussperlmuschel auch Perlbach genannt wird, ein idyllisches Bild mit überströmten Felsen und breitem Bachbett. Dort überquert man den Perlbach auf einer kleinen Brücke und folgt ihm von nun an bachaufwärts bis zum ehemaligen Naturschwimmbad. Entlang des Baches sind spannende Tiere und Pflanzen zu entdecken wie der Trauermantel, ein dunkelroter Schmetterling oder das Mädesüß, eine an feuchte Standorte angepasste Pflanzenart.

Auf der Seite des Naturschwimmbads angekommen, führt der Weg zunächst steil bergauf, bis er auf eine Straße trifft, von der er nach ein paar Metern bereits wieder links in den Liebeshain abzweigt. Danach führt die Strecke auf schmalen Pfaden sanft bergauf und bergab am Hang entlang.

In den anfangs trockenen und später immer feuchteren Wäldern stehen in regelmäßigen Abständen Bänke, die zu Ruhepausen im meist dichten Laubwald einladen. Nur an wenigen Stellen öffnet sich das Blätterdach und gibt einen traumhaften Blick auf die Georgskirche und das heutige Rathaus frei.

Zum Schluss führt der Weg nochmal kurz etwas steiler bergauf und zurück zum Ausgangspunkt an der Brücke zur Burganlage mit dem idyllischen Platz unter der Friedenseiche.

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