Die tödliche Welle

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    Landwirt in Niederbayern stirbt zwischen Traktor und Säkombination bei der Weizenaussaat

    Niederbayern. Die nicht vollständig geschützte Gelenkwelle erfasste die Kleidung des Mannes. Der Stoff wickelte sich um das mit Kraft drehende Rohr (Welle). Der Landwirt stirbt durch die Krafteinwirkung.

    Weil er bei einbrechender Dunkelheit nicht nach Hause kommt, suchten ihn seine Angehörigen. Spät abends fanden sie ihn – tot – zwischen Traktor und Sämaschine.

    Die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft stellt fest

    • Unfälle mit Gelenkwellen/Kraftübertragungs-Elementen zwischen Traktor und Anbau-Geräten sind seltene Ereignisse. Wenn sich Unfälle ereignen, sind sie fast immer tödlich (aufgrund der hohen Kräfte, die hier wirken)
    • Faktoren für diese Unfälle sind: Kleine Lücken im Schutz der drehenden Teile
    • lose und gleichzeitig reißfeste Kleidung (Elastane, Synthetik)
    • kleine Störungen im Betriebsablauf (z.B. Wickler, Kettchen schlägt rum)

    Die Berufsgenossenschaft appelliert

    An die Unternehmer
    Sorgen Sie dafür, dass Gelenkwellen immer vollständig geschützt sind. Nehmen Sie die Überprüfung des vollständigen und wirksamen Gelenkwellenschutzes als Check-Liste in Ihre Gefährdungsbeurteilung auf. Setzen Sie auf Technik, die auf mechanische Kraftübertragung durch Gelenkwellen verzichtet und auf hydraulische, elektrisch/elektronisch angesteuerte Kraft setzt (Die Zuckerrüben-Ernte-Technik und Baumaschinen funktionieren so). Unterweisen Sie Mitarbeitende und Familienangehörige so, dass sie Maschinen/Traktoren mit mangelhaften oder fehlenden Schutzeinrichtungen nicht in Betrieb nehmen. Seien Sie Vorbild! Halten Sie Ihren Maschinen- und Fahrzeugpark in Schuss. Reparieren Sie defekte Schutzeinrichtungen sofort und nicht erst kurz vor den nächsten (geplanten) Einsätzen.

    An die Versicherten
    Setzen Sie niemals Maschinen in Betrieb, wenn der Zapfwellen-/Gelenkwellenschutz nicht in Ordnung oder nicht vollständig ist. Melden Sie Sicherheitsdefizite unverzüglich dem Unternehmer. So verlangt es die Unfallverhütungsvorschrift (VSG 1.1 § 8 Abs. 4) von Ihnen!

    Die Berufsgenossenschaft appelliert auch an die Hersteller

    Setzen Sie in der Konstruktion und im Bau von Maschinen auf weniger mechanische An- und Durchtriebe. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mehr Bedien(er)-Komfort ist möglich, weniger schwere (zunehmend teurere) Bauteile werden benötigt, nur die jeweilig benötigte Kraft wird abgerufen/bereitgestellt. Innovationen lassen sich rascher in der Planung, Konstruktion und Produktion integrieren – und: Die Sicherheit in der Verwendung wird deutlich besser, weil die Sensibilität der Maschine zunimmt.

    Eisenzeit war vorgestern. Aber immer noch erschlagen, ersticken und erdrücken Gelenkwellen und andere mechanische Kraftübertragungs-Einheiten Menschen bei der Arbeit. Dies muss aufhören! Helfen wir zusammen!

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