Art des Monats: Europäischer Aal – süß oder salzig?

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    Berlin. Die biologische Vielfalt befindet sich in einer tiefen Krise. Viele Arten weltweit sind vom Aussterben bedroht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt in seiner Serie „Art des Monats“ im Dezember den „Europäischen Aal“ vor: Schon seit mehr als 70 Millionen Jahren gibt es ihn, er hat die Dinosaurier und mehrere Eiszeiten überlebt.

    Durch die menschlichen Eingriffe in die Natur, Wasserkraftwerke, Dämme und den massiven Fischfang wird der Aal auf der Internationalen Roten Liste als vom Aussterben bedroht gelistet. Eigentlich ist der Fisch sehr robust und stellt das sein Leben lang unter Beweis: Von seinem Geburtsort in der Sargassosee wandert er in unsere heimischen Flüsse und Brackgewässer, um hier den Großteil seines Lebens zu verbringen. Nach 15 bis 20 Jahren begeben sich die Aale auf eine Weltreise und bahnen sich einen Weg zu ihrem Geburtsort im Atlantik. Dort laichen die Fische und sterben schließlich. Der Aal kann also sowohl im Süß- als auch im Salzwasser überleben.

    Sascha Maier, BUND-Experte für Gewässerpolitik: „Vor 800 Jahren konnte der König von England noch 10.000 gesalzene Aale fürs Weihnachtsfest bestellen. Zwar ist der Europäische Aal immer noch ein beliebter Speisefisch, aber mittlerweile droht der Zusammenbruch seiner Bestände. Deshalb muss bis zu einer deutlichen Erholung der Population die Aalfischerei komplett eingestellt werden. Auch der Rückbau von Wanderhindernissen wie Wehren und Dämmen in unseren Flüssen muss zum Schutz für den Aal und die anderen Wanderfische vorangetrieben werden.“

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