ÖDP regt Pilotprojekt auf der Citybus-Linie an

Die Fraktion ÖDP / Aktive Passauer beschäftigt sich seit längerem mit den Möglichkeiten des Einsatzes von immissionsfreien Elektrobussen (E-Busse). Vor dem Hintergrund der z.T. dramatischen Stickstoffdioxid-Belastung in unseren Städten wären E-Busse im ÖPNV ein wichtiges Signal!

Die technische Entwicklung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass E-Busse an Schnell-Ladestationen innerhalb von ca. 5 Minuten wieder geladen werden könnten.

Stadtrat Prof. Egon Johannes Greipl hat jetzt in einem Brief an die Stadtwerke Passau (SWP) vorgeschlagen, zunächst auf der Passauer Citybus-Linie den Einsatz von E-Bussen zu testen, ggf. in Zusammenarbeit mit dem regionalen Projekt E-Wald. Am Wendepunkt Parkhaus Bahnhofstraße könnte problemlos eine Ladestation eingerichtet werden, und gerade auf der Citybus-Strecke in der engen, von Fußgängern stark frequentierten Altstadt mit ihren Cafés stören Abgas und Lärm ganz besonders.

Dort sind jetzt Diesel-Busse der Marke Heuliez eingesetzt; Der neue E-Bus dieser Firma (Typ GX Elec) wurde kürzlich bei den Pariser Verkehrsbetrieben RATIP einem ausführlichen Praxistest unterzogen.

In Münster/Westfalen verkehren E-Busse seit 2015 auf einer rund zwölf Kilometer langen Strecke. An den beiden Endhaltestellen laden Schnellladestationen die Akkus in fünf bis zehn Minuten auf. Wenn ein Bus nicht in Betrieb ist, werden die Akkus auf dem Betriebshof geladen, vorrangig direkt aus den Fotovoltaikanlagen auf den Dächern.

Das Projekt in Münster erhielt Fördergelder aus dem Forschungsprojekt “Schnellladesysteme für Elektrobusse im ÖPNV“ (SEB) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Für die Ladestationen flossen Fördergelder vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Zusätzliche Unterstützung kam vom “Zero Emission Urban Bus System“ (ZeEUS) des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen (UITP), koordiniert von der EU.