Information über aktuelle Situation

Oberbürgermeister Jürgen Dupper informierte sich vergangene Woche bei einem Besuch in der Dienststelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die in der Liegenschaft der Bundespolizeiinspektion Passau in den Paul-Hallen untergebracht ist, über die aktuelle Situation und die Arbeit der Behörde am Standort Passau. Dabei wurde er von Ordnungsreferent Josef Zacher begleitet.

Der Leiter der Dienststelle des BAMF, Manfred Herrmann, schilderte gemeinsam mit Polizeioberrat Thomas Lang, Leiter der Bundespolizeiinspektion, die aktuelle Situation in der Registrierungsstelle an der Danziger Straße.

Aktuell werden alle in Passau ankommenden Flüchtlinge in der Registrierungsstelle der Bundespolizei erfasst. Nachdem die Bundespolizei „Fast ID“, d.h. einen Schnellabgleich der Fingerabdrücke in den nationalen Datenbanken ohne Speicherung der Fingerabdruckdaten, durchgeführt hat, werden mit Hilfe eines Dolmetschers die ersten Fragen zur Identität sowie zu den Einreisegründen gestellt. Äußert der Migrant dabei ein Schutzersuchen, wird er nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen an die BAMF übergeben. Dort legen die 80 Mitarbeiter des BAMF – bestehend aus 50 Soldaten und 30 zivilen Personen – an insgesamt 12 Erfassungsplätzen Vorakten für das Asylverfahren an.
Die Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung (KoSt FV) kümmert sich sodann um den Transport der Flüchtlinge von der Danziger Straße zum Hauptbahnhof und weiter zu den Erstaufnahmeeinrichtungen im gesamten Bundesgebiet.

Die Aufnahmekapazität liegt derzeit bei bis zu 1.500 Flüchtlingen pro Tag, wird diese Anzahl überschritten, erfolgt ein Weitertransport nach Feldkirchen. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass sich die ankommenden Flüchtlinge maximal bis zu 12 Stunden in der Clearingstelle aufhalten müssen.

(Pressemitteilung Stadt Passau, Büro des Oberbürgermeisters v. 09.02.2016)