Im Auto bei Notfällen SOS funken

Wer gerade auf Neuwagen-Besichtigung ist, hat es vielleicht schon bemerkt: In der Mittelkonsole oder auch oberhalb der Frontscheibe gibt es jetzt eine Taste, auf der „SOS“ oder „Notruf“ steht. Mit dieser Taste sollen jährlich tausende Menschenleben gerettet werden können.

Für Neuwagen ab April 2018 eine Pflicht

Abgeleitet aus dem englischen Sprachgebrauch (emergency call) bedeutet „eCall“ nichts anderes als Notruf. Es ist ein automatisches Notrufsystem, das jetzt bei allen Neuwagen fest verbaut werden muss und bei einem Unfall (starker Aufprall, Aufgehen der Airbags) auch selbstständig die nächste Leitstelle (112) darüber informiert. Schwere Unfälle, die niemand sieht oder wenn beispielsweise der Fahrzeuglenker bei einem Selbstunfall nicht in der Lage ist, einen Notruf absetzen zu können, werden so zeitnah (mittels GPS) erfasst – die Rettungsmaßnahmen können binnen weniger Minuten eingeleitet werden. Durch diese flächendeckende Einführung von eCall verspricht sich die EU, dass im Durchschnitt 2.500 Menschen im Jahr gerettet werden können.

Zur Geschichte

eCall nahm seine letzte Hürde im Jahr 2015 auf EU-Ebene. Mit einer breiten Mehrheit hat das Parlament in Straßburg dem Verordnungsentwurf für Notrufsystemen in Kraftfahrzeugen zugestimmt. Autos, die nach dem 31. März 2018 erstmals in der EU auf den Markt kommen, müssen mit diesem System zwingend ausgerüstet sein. Bereits sich auf dem Markt befindliche und eingebaute Produkte von anderen Anbietern können weiterhin benutzt werden, solange die eCall-Funktion als solche garantiert werden kann. Zusätzliche Kosten, wie beispielsweise Mobilfunkgebühren für den Verbindungsaufgbau, fallen für den Verbraucher nicht an.

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Mein Passau‘, Ausgabe KW 15/18.