Landräte Franz Meyer und Sebastian Gruber erinnern Umweltminister Glauber an Koalitionsvertrag – „Granit definitiv ungeeignet“

Keinerlei Verständnis haben die niederbayerischen Landräte für jede Art von Diskussion, die den Bayerischen Wald und speziell die Region Saldenburg erneut als Standort für ein Atommüll-Endlager ins Spiel bringt.

Passaus Landrat Franz Meyer als niederbayerischer Bezirksvorsitzender im Bayerischen Landkreistag und sein Freyunger Amtskollege Sebastian Gruber erinnern den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber an den geltenden Koalitionsvertrag, in dem die Aussage „Bayern ist kein geeigneter Standort für ein Atommüll-Endlager“ verankert sei. Wenn jetzt neue Experten-Meinungen auftauchten, wonach der an sich für die Einlagerung ungeeignete Granit mit technischen Möglichkeiten „nachgerüstet“ werden könne, dann widerspreche das klar der bisherigen Linie. Nicht ohne Grund sei der Bayerische Wald bzw. der Saldenburger Granit (Landkreis Freyung-Grafenau) bislang von der Standortsuche ausgenommen. Die beiden Landkreis-Chefs Franz Meyer und Sebastian Gruber erinnern hier auch erneut an die Resolution der niederbayerischen Landräte von 2017, die sich klar gegen eine Standortsuche im Bayerischen Wald ausgesprochen haben. Beide finden für die erneute Diskussion deutliche Worte: „Wir erwarten, dass das Gespenst eines Atommüll-Endlagers im Bayerischen Wald wieder in der Versenkung verschwindet und die Bayerische Staatsregierung gegenüber dem Bund mit aller Macht deutlich macht, dass unsere Region für ein Endlager geologisch definitiv ungeeignet ist“.

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