Auszubildende aus Niederbayern beteiligten sich am 13. Oktober am bundesweiten Azubi-Streiktag im öffentlichen Dienst

Gemeinsam mit 500 jungen Streikenden aus dem Öffentlichen Dienst in Bayern demonstrierten die Azubis des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK und der Stadtgärtnerei Straubing in Nürnberg für ihre Forderungen.

Die spezielle Forderung für die jungen Mitglieder, ist die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich. Darüber hinaus erwarten die jungen ver.di-Aktiven eine tarifvertragliche Regelung der Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Kostenübernahme eines ÖPNV-Tickets.

„Die öffentlichen Arbeitgeber sind gut beraten, nicht an den Nachwuchskräften zu sparen“, sagte Tatjana Hartl, Beschäftigte beim WSA in Passau.

In den kommenden zwanzig Jahren werden mehr als 60% der Angehörigen des Öffentlichen Dienstes altersbedingt ausscheiden. Dem gegenüber stehen sinkende Geburtenraten, ein verstärkter Wettbewerb mit privaten Arbeitgebern und eine zunehmende Komplexität der Aufgaben im Öffentlichen Dienst. „Die Arbeitgeber jammern über Fachkräftemangel. In dieser Tarifrunde können sie ein Signal setzen und in gute Ausbildungsqualität und attraktive Rahmenbedingungen für Nachwuchskräfte investieren“, sagte Jugendsekretärin Lisa Freunek. 

(Foto: ver.di Niederbayern)

Dass der Fachkräftemangel insbesondere in der Pflege gravierend ist, hat der Ausbruch der Corona-Pandemie allen vor Augen geführt. ver.di erwartet deshalb, dass auch für die Pflege-Azubis eine Zulage gezahlt wird, um die Ausbildung attraktiver zu machen.

„Für die Auszubildenden im öffentlichen Dienst geht es um viel“ ergänzt Jugendsekretärin Lisa Freunek. „Viele verlassen im Zuge der Ausbildung ihr Elternhaus. Die Ausbildungsvergütung ist somit kein Taschengeld – sie wird für steigende Mieten dringend gebraucht“.

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