Berlin/Deggendorf, 01. Oktober 2018. Der niederbayerische Politikstudent Frederik Knorr hat im Rahmen eines Praktikums bei der Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl (Wahlkreis Deggendorf) im September den Deutschen Bundestag und das politische Berlin näher kennengelernt. Dabei boten sich dem gebürtigen Grafenauer zahlreiche Möglichkeiten, besondere Einblicke in den nach der Sommerpause wieder frisch aufgenommenen Politikbetrieb zu erhalten.

Der Student Frederik Knorr aus Grafenau, der an der Universität Passau Staatswissenschaften studiert, hat im September ein Praktikum im Bundestagsbüro der Deggendorfer SPD-Abgeordneten Rita Hagl-Kehl absolviert. Kurz vor Abschluss seines Bachelorstudiums war dies eine besondere Erfahrung, um nach viel Theorie im Studium nun vor Ort zu erleben, wie Politik in der Praxis gestaltet wird. Im Berliner Büro von Frau Hagl-Kehl durfte er als Teil des Teams Termine für die Abgeordnete koordinieren und Veranstaltungen mitorganisieren. Darüber hinaus war Frederik Knorr auch bei Terminen im Bundesjustizministerium zugegen. Dort hat der künftige Staatswissenschaftler Frau Hagl-Kehl, die nach der letzten Bundestagswahl von Bundesjustizministerin Katherina Barley zur Parlamentarischen Staatssekretärin ernannt wurde, bei ihrer Arbeit begleitet. Auf der Tagesordnung standen interne Besprechungen sowie Gespräche mit Vereinen und Wissenschaftlern. Zudem erhielt er einen Eindruck davon, wie die Planung von Gesetzesinitiativen, die in den Bundestag eingebracht werden sollen, abläuft – beispielsweise bei der Novellierung des Mieterschutzgesetzes. „Mir selbst ist es immer ein Anliegen, jungen Menschen Ein-blicke in unsere Demokratie zu gewähren und ihnen eine Orientierung für das spätere Berufsleben zu bieten“, so die parlamentarische Staatssekretärin.

Besonders viel zu lernen gab es in der Sitzung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz, bei der zu beobachten war, wie Gesetze im Einzelnen debattiert werden und die Fraktionen um jede Feinheit ringen.
„Unabhängig von der Nützlichkeit für das Studium ist ein Praktikum in Berlin gerade in politisch aufwühlenden Zeiten mit einer neuen Partei am rechten Rand auch ein wichtiger Beitrag zur Demokratieerziehung. Der Vorwurf der Populisten ist ja gerade, dass die Demokratie zu langsam sei. Nach vier Wochen im Bundestag versteht man die einzelnen demokratischen Prozesse und kann erwidern, dass die Stärke unserer Demokratie gerade darin liegt, viele Entscheidungsträger in die Gesetzesverfahren miteinzubeziehen und erst nach reiflicher Diskussion ein Urteil zu fällen,“ so der Bundestagsfrischling.