Deggendorf. Wie geht Lernen digital und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI)? Die Antwort darauf weiß Dr. Christina Bauer, neue Professorin an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Als Spezialistin für Künstliche Intelligenz und Digitale Lehre entwickelt und evaluiert sie dort zukünftig digitale Lernumgebungen, die intelligent auf die Nutzer reagieren.

Die digitale Lehre ist in den letzten Monaten durch Corona schlagartig in den Mittelpunkt gerückt. Eine Chance für die Gesellschaft, sich jetzt weiter damit zu beschäftigen, wenn es nach Christina Bauer geht. Die KI und auch die digitale Lehre könne hier unterstützen. Zum Beispiel könne man der breiten Masse einfacher Informationen zu gesellschaftlich wichtigen Themen bereitstellen und diese individualisieren. Mit Blick auf die Lehre können Kurse mit Hilfe Künstlicher Intelligenz viel besser auf die Bedürfnisse der Lernenden zugeschnitten werden. Entweder, um die Präsenzlehre zu ergänzen, oder Kurse komplett digital anzubieten.

Die THD wird diesen Schritt auf lange Sicht gehen. Dafür soll Christina Bauer den Einsatz künstlicher Intelligenz in der digitalen Lehre erproben, erforschen und lehren. Es sollen intelligente Lernumgebungen entworfen und untersucht werden, z.B. in Form von intelligenten tutoriellen Systemen oder Assessment-Systemen. Schon jetzt hat sie sich zum Ziel gesetzt, digitale Lehre auch nach Corona fest an der THD zu verankern: „Und zwar als wichtige Ergänzung zur Präsenz-Lehre, dem sogenannten Blended-Learning.“

Ihre Erfahrungen hat Christina Bauer vor allem an der Universität Regensburg gesammelt. Während ihrer Promotion und später in Projekten sowie in der Lehre und als Koordinatorin des neu eingeführten Masterstudiengangs Digital Humanities. Selbst hat sie Informationswissenschaft studiert.

In Deggendorf wird sie als Dozentin vorrangig an der Fakultät Angewandte Informatik tätig sein. Wichtig ist ihr im Unterricht, strukturiert zu arbeiten. Außerdem möchte sie gerne Studierende mit eigenen Ideen fördern und unterstützen. Gleichgesinnte hofft sie unter den Wissenschaftlern zu finden, wenn es darum geht Wissen zu teilen. In ihrer Freizeit engagiert sich die junge Professorin bei Scientists for Future. Dabei bringen Wissenschaftler den aktuellen Stand ihres Forschungsgebiets in verständlicher Form aktiv in die gesellschaftliche Debatte um Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung ein.

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