Einsatz auch im FFH-Gebiet Gollau

Straubing. Seit März 2019 gibt es für den Landkreis Straubing-Bogen eine Verstärkung für die Bereiche Naturschutz, Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Naturpark Bayerischer Wald erhielt vier neue Rangerstellen für das gesamte Naturparkgebiet. Eine Rangerin Kaja Dolze. Als studierte Forstingenieurin und staatlich zertifizierte Waldpädagogin liegt ihr die Natur besonders am Herzen – „deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich als Rangerin in einem so vielfältigen Naturraum tätig bin und gleichzeitig die Möglichkeit habe vielen anderen Menschen die Schönheit und Vielfalt des Gebiets näher zu bringen.“ Zuständig ist die Rangerin für den gesamten Landkreis Straubing-Bogen nördlich der Donau und den Raum Viechtach.

Nach einer vierwöchigen Einarbeitungsphase kann man Frau Dolze nun seit April draußen im Gelände antreffen. Unter anderem auch aktuell im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Gollau, wo Sie Hinweisschilder des Naturparks zum geschützten Landschaftsbestandteil reparierte. Schnell und unbürokratisch sollen die Ranger, gerade wenn es um kleine Maßnahmen und Reparaturen geht, arbeiten können – so der Wunsch des Umweltministeriums in Bayern, das die Personalstellen mit einer Pauschale fördert.

Auch in Zukunft wird die Rangerin im Donautal und Vorderen Bayerischen Wald präsent sein, denn die Schutzgebiete des Landkreises sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Speziell für die Gollau sind naturkundliche Abendspaziergänge geplant, aber auch Programme für Schüler in Form von Projekttagen gibt es. Die Themen reichen von Wiese, Wasser, Wald bis hin zu Tierarten. Interessierte können sich hierfür gerne bei Frau Dolze melden. Neben der naturparkbezogenen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sind vor allem die Bereiche Naturschutz und Monitoring, Besucherlenkung sowie Regionalentwicklung weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Die Gollau liegt im Zuständigkeitsbereich der Unteren Naturschutzbehörden der Stadt Straubing und des Landkreises Straubing-Bogen. Das FFH-Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für viele Arten, die nur noch selten im Donautal anzutreffen sind. Unter anderem findet man dort artenreiche Flachland-Mähwiesen, Pfeifengraswiesen und natürliche Auwälder. Auch den Biber, Gelbbauchunken oder den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, eine seltene Schmetterlingsart, kann man auf den Flächen noch beobachten. Ebenso für Wiesenbrüter ist das Schutzgebiet ein wichtiger Lebensraum.

Für Gruppen und Schulklassen kann man die die Naturpark-Rangerin Kaja Dolze auch im Gelände zu verschiedenen Projekttagen buchen (Foto: H. Löfflmann)

Das Gebiet lädt zu ausgedehnten Spaziergängen für alle Natur- und Erholungssuchenden ein. „Allerdings sollte man dabei rücksichtsvoll mit dem Schutzgebiet umgehen – wie zum Beispiel seinen Hund auf den Ausflügen durchs Gebiet anleinen“ – so die Rangerin – „so können beispielsweise Wiesenbrüterarten auf den Wiesen ungestört ihrem Brutgeschäft nachgehen. Jeder kann mit einfachen Mitteln zum erfolgreichen Naturschutz beitragen.“

Hierbei hält Frau Dolze eng mit allen Beteiligten Kontakt. Sie freut sich zukünftig auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Institutionen und Akteuren auf diesem Gebiet und kann unter folgender Adresse kontaktiert werden:

Altes Rathaus, Stadtplatz 1, 94234 Viechtach; Tel. 0170 260 78 30; k.dolze@naturpark-bayer-wald.de