BRK sensibilisiert und vorbereitet

München, den 28.01.2020 – Aufgrund der zunehmenden Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung des Coronavirus (2019-nCoV) nach Deutschland, hat das BRK bereits am Samstag, den 25.01.2020, im Rahmen einer Konferenz mit den Beauftragten für das Krisenmanagement, Leitungskräften der Einsatzdienste und Fachberatern das weitere Vorgehen abgestimmt.

Hierbei wurden standardisierte Prozeduren (SOP) entwickelt, die seit Samstag bayernweit allen Mitarbeiter/-innen aus Ehren- und Hauptamt in den Einsatzdiensten zur Verfügung stehen. „Im Vorgehen für die Einsatzkräfte ändert sich zunächst nichts“, so Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Auf allen Rettungsfahrzeugen wird ohnehin der Standard einer persönlichen Schutzausrüstung (u. a. Mundschutz, Atemschutzmasken, Schutzanzüge und -brillen) mitgeführt.

Das BRK beobachtet die Situation und steht dabei in engem Austausch mit Ministerien und Robert-Koch-Institut. Im Falle einer rasanten Verbreitung des Virus stehen in Bayern 12 Schnelleinsatzgruppen CBRN(E)* zur Verfügung. Diese Einheiten sind auf die Behandlung, Betreuung und  den fachgerechten Transport von u. a. hochinfektiösen Patienten spezialisiert. Für sog. hochkontagiöse Patienten (darunter fällt das 2019-nCoV nicht) existiert seit der Ebola-Epidemie 2014-2016 eine Task-Force „Hochkontagiöser Patient“.


* CBRN(E): C chemische (z. B. Gefahrgutunfall, Brand), B biologische (z. B. Pandemie, Laborunfall), R radiologische (z. B. Strahlenunfall), N nukleare (z. B. KKW-Störfall) und E explosive (z. B. mit CBRN verunreinigte Sprengkörper) Stoffe