kuwi netzwerk würdigt Ehrenamt von Studierenden

Dass das Leben an der Uni nicht nur aus Lernen besteht, beweisen jedes Semester viele Studierende, die sich neben ihrem Studium ehrenamtlich in einer der über 100 Hochschulgruppen an der Universität Passau engagieren und damit für ein buntes kulturelles Leben auf dem Campus sorgen.

Um die Bedeutung dieser Leistung anzuerkennen, vergibt das kuwi netzwerk jedes Semester im Rahmen der Examensfeier für Kulturraumstudien den „netzwerk.preis für ehrenamtliches Engagement“.

Am Freitag, den 01.02.2019, wurde B.A. Kuwi-Absolvent Steffen Hornemann für sein langjähriges Engagement als Junior-Trainer zur interkulturellen Sensibilisierung an Schulen bei den „Fremdgängern“ ausgezeichnet.

Interkulturelle Kompetenz ist ein wichtiger Schlüsselfaktor in vielen Bereichen – wer wüsste das besser als die Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Kulturwirtschaft und European Studies: Die Notwendigkeit für kultursensibles Denken und Handeln ob im sozialen Miteinander, im öffentlichen Leben oder in der Wirtschafts- und Arbeitswelt steigt stetig, vor allem in einer zunehmend globalisierten Welt.

Interkulturelle Kompetenz spielerisch erlernen

Dass man interkulturelle Sensibilisierung und interkulturelle Kompetenz auch schon vor einem etwaigen Studium trainieren kann, beweist ein Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Ursula Reutner.

Unter dem Arbeitstitel „Fremdgänger“ wurde 2005 ein Lernparcours entwickelt, bei dem Schülerinnen und Schüler an fünf Stationen in 90 Minuten selbstständig die Begegnung mit dem Fremden im Alltag hinterfragen, Vorurteile gegenüber fremden Kulturen entlarven und ungewohnte Denkstrukturen und Verhaltensmuster durchbrechen. Auch der richtige Umgang mit sogenanntem Schubladen-Denken und die Erweiterung der eigenen Komfortzone spielen dabei eine wichtige Rolle.

Das studentische Team der Fremdgänger der Universität Passau führt den Parcours an den Schulen durch und stößt dabei auf viel positive Resonanz. „Gerade an Schulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund wurde die spielerische und nicht minder lehrreiche Qualität des Parcours geschätzt“, so Ursula Reutner, welche die Fremdgänger-Gruppe leitet.

Da viele Schulen und Vereine die Fremdgänger zu sich holen möchten und das ehrenamtliche Team nicht alle Anfragen bewältigen kann, wurde zum 10-jährigen Jubiläum des Projekts die Durchführung des Parcours mit theoretischen und praktischen Hinweisen in einem Buch zusammengefasst: Dank dieser Anleitung können Schulen den Parcours nun auch selbst durchführen.

Die operative Umsetzung – d.h. die Koordination der Maßnahmen im Team, die Kommunikation mit den teilnehmenden Schulen, die Vorbereitung des Parcours sowie die Durchführung vor Ort erfolgt durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Steffen Hornemann.

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