Ein Rundweg vom Naturpark Info-Zentrum aus

Diese Woche starten wir mit unserem Wandertipp direkt vom Naturpark Infozentrum in Zwiesel und gehen entlang des ehemals als 1er markierten Rundwanderwegs (Länge ca. 8,5 km). Zunächst folgt man dem Böhmweg bis Dreieck. Nicht nur für Kräuter- und Gräserkenner lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf die rechts gelegene Seite zu richten. Derzeit verwöhnt der intensive Duft des Mädesüß streckenweise die Nase. Ab ca. 200 m vor dem Brückerl über den Tausendbach bilden die Pflanzen am Wegesrand ein erstes Highlight. Nur an Sonderstandorten wie beispielsweise hier an trockenen Wegesrändern, sonst nur auf trockenen, extensiven Magerwiesen, wachsen die seltener gewordenen Arten Heidekraut, Heidenelke und Wilder Thymian.

Ab Dreieck geht es bergab nach Bettmannssäge Bahnhof. Dort stoßen wir auf den Flusswanderweg und folgen diesem flussaufwärts nach Zwiesel. Der Weg führt an der ein oder anderen Regeninsel vorbei, die man auf keinen Fall betreten sollte, da hier der sehr selten geworden Flussuferläufer noch eines seiner letzten Brutvorkommen hat.

Bei Paulisäge erwartet uns dann das sogenannte Blockmeer. Als „markante Einzelschöpfung der Natur von besonderer Schönheit und Eigenart mit hoher geologischer Bedeutung“ wurde das Blockmeer 1977 zum Naturdenkmal ernannt. Wie dieses gehen auch die im weiteren Verlauf sichtbaren „Strudelsteine“ oder „Gletschermühlen“ in das Zeitalter der Gletscher zurück. Durch Wasser und Sand wurden diese Granitblöcke in tausenden von Jahren in ihre heutige Form geschliffen und spiralförmig ausgehöhlt. Auf Höhe des Zwieseler Krankenhauses laufen wir unter der Brücke hindurch und verlassen nach einigen Metern den Fußweg, um den Grenzlandfestplatz in Richtung Krankenhaus zu queren. Wir treffen dort auf den Böhmweg, welchem wir Richtung Naturparkhaus folgen.  Dort angekommen, bieten unsere Ausstellungen im Infozentrum die Möglichkeit sich über die Themen Lichtverschmutzung, Fledermäuse, Fischotter und „Sonnenhäuser“ zu informieren.  Ein Schmankerl aus dem Kulinarischen Schaufenster oder ein Foto am Denkmal des Weißwurstäquators können der Abschluss einer eindrucksvollen Wanderung sein.

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