„Die schönste Wanderroute in Jandelsbrunn“

Jandelsbrunn. Endlich kommt in diesen Tagen wieder ab und zu die Sonne durch. Es ist die Zeit im Herbst, in der noch mehr Blätter auf den Bäumen hängen als darunter liegen. Durch das lichter werdende Kronendach nun vermehrt einfallende Licht sehen wir am Waldboden nun Dinge, die uns sonst weniger auffallen: Moose, Farne, Flechten, die Rinde der Bäume und vieles mehr. Grund genug sich die Wanderstiefel zu schnüren.

Unser Wandertipp führt diese Woche in das Gemeindegebiet Jandelsbrunn. Start und Ziel ist der Ortsteil Hintereben. Die Runde ist als „Hochsteinweg“ beziehungsweise Wanderweg 7 ausgeschildert. Für die neun Kilometer und etwa 300 Höhenmetern braucht man ungefähr drei Stunden. Etwa zweidrittel des Weges führen über Wald- und Feldwege, ein Drittel über kleine asphaltierte Straßen.

Leuchtend grün mit Moosen bewachse Felsen stechen im Herbst ganz besonders hervor (Bildautor: Marco Müller, Naturpark Bayerischer Wald e.V.)

Die Wanderung beginnt bei der Kirche in Hintereben, man biegt nach ein paar Metern in die Brunngasse ab. Nach wenigen Minuten erreichen wir schon den Dorfrand. Wir wandern über einen Feldweg zu einem Waldrand, an dem wir auf einem Grasweg entlang gehen. Schließlich tauchen wir in die mächtigen Leitenwälder des Osterbachtals ein. Ein kleiner Steig führt uns verspielt durch den Hang bis ins Tal hinunter. Etwa ein Kilometer folgen wir dem Osterbach, ehe wir den Aufstieg zum Hochstein beginnen. Recht bald stehen schon die ersten kleineren Felstürme im Wald. Leuchtend grün mit Moosen bewachsen stechen sie im Herbst ganz besonders hervor. Wir erreichen eine artenreiche Magerwiese, auf der sogar jetzt noch einzelne Heidenelken und Glockenblumen blühen. Nach einer Straßenquerung gelangen wir in ein Waldstück, das für den Bayerischen Wald so typische Felsansammlungen bereithält. Hier hilft uns eine blaue Markierung auf dem Weg zu bleiben, der nun immer steiler wird. Bald erreichen wir den Rücken des Hochsteins. Auf diesem gehen wir nun wenige Minuten entlang, ehe wir rechts auf einen Stich zum eigentlichen Gipfel des Hochsteins abbiegen. Den Gipfel bilden mächtige Felsen, die aus dem Waldmeer hervorragen und uns einen herrlichen Ausblick auf Oberfrauenwald und bei guter Fernsicht auch auf die Alpen ermöglichen. Wieder zurück auf dem Waldweg erreichen wir bald große Viehweiden, die uns erst den Blick auf das Dreisesselmassiv und wenig später über das Mühlviertel hinweg auf die Ausläufer des Böhmerwaldes bieten. Nun geht es über kleine Straßen durch die Ortschaft Kaltwasser wieder Richtung Hintereben. Einmal tauchen wir noch kurz auf die verschlungenen Pfade zum Osterbach ab und kommen wenig später auf dem uns bekannten ersten Teilstück unserer Wanderung heraus.

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