Denkmalschutzmaßnahme kostet rund 25.000 Euro – Wirtshausdach bekommt wieder Holzschindeln

Riedlhütte. Derzeit herrscht an der Racheldiensthütte emsiger Baubetrieb. Grund dafür ist die Sanierung der dortigen Klause. In die Maßnahme zum Erhalt des kulturhistorischen Denkmals investiert die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald rund 25.000 Euro.

Instandgesetzt wird die Dammmauer. Teile davon waren so marode, dass einige Granitblöcke bereits ins Wasser gefallen waren. Nun wird die Mauer neu gesetzt – soweit möglich unter Verwendung der ursprünglichen Baumaterialien. „Damit stellen wir erneut unter Beweis, dass wir die Belange des Denkmalschutzes ernst nehmen“, so Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Wir bekennen uns damit zur Verantwortung das Kulturerbe der Region zu erhalten.“ Bereits in der Vergangenheit wurden an ehemaligen Triftanlagen teils aufwändige Maßnahmen durchgeführt, etwa an der Reschbachklause, der Martinsklause, der Knottenbachklause oder der Klause am Schwellhäusl.

Beim Ortstermin mit Manfred Feucht, der im Nationalpark für den Bauunterhalt zuständig ist, und dem örtlichen Nationalpark-Förster Werner Kaatz, besichtigte Leibl die aktuell geltende Umleitung für Wanderer und Radfahrer. Diese müssen wahrscheinlich bis Ende nächster Woche ein paar hundert Meter Umweg in Kauf nehmen, um die bewirtschaftete Racheldiensthütte zu erreichen. Die Alternativstrecken sind beschildert.

Übrigens wird auch an der Racheldiensthütte selbst im Laufe des Jahres noch gearbeitet. Quasi als letzte Maßnahme der Generalsanierung wird dort das alte Ziegeldach entfernt. Anstelle dessen wird mit einem Holzschindeldach der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. „Damit beseitigen wir eine Bausünde der Vergangenheit“, so Leibl.

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