„Wir gehen gestärkt in die Zukunft“

Passau/FRG. Wie der Name Monatsbesprechung schon sagt, treffen sich Verantwortliche Malteser aus dem Ehren- und Hauptamt alle vier Wochen, um sich auszutauschen und Einsätze zu planen. Auch diese Aktivität hatte Corona gestoppt. Doch nun war eine gemeinsame Besprechung der Bereitschaften Passau und Freyung-Grafenau in der Fahrzeughalle des Katastrophenschutzes in der Schaldinger Straße in Passau wieder möglich.

15 Punkte standen auf der Tagesordnung, manche davon mit Unterpunkten, und dementsprechend viel Redebedarf gab es auch nach der langen Zeit, in der man sich in dem Kreis nicht sehen konnte. Das Thema Corona zog sich dabei naturgemäß wir ein roter Faden durch den Abend.

Der Freyunger Kreisbeauftragte Ludwig Berger leitete die Besprechung, sein Passauer Kollege Michael Behringer ging in seinem Impuls zu Beginn auf das Jahresthema der Malteser „Fürchtet euch nicht!“ ein. Dies sei natürlich schon vor Corona festgestanden, wie er betonte. Es passe jedoch gut in unsere Zeit.

Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum gedachte zusammen mit den Teilnehmern „zwei großer Malteser, die kürzlich verstorben sind“, wie Ludwig Berger erklärte, nämlich dem Großmeister des Malteserordens, Fra’ Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, und Domkapitular Manfred Ertl.

Anschließend berichtete Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer über die Flüchtlingsarbeit und der Leiter Einsatzdienste Claus Berger gab einen Überblick über die aktuelle Lage im Einsatzstab Corona. Dieser hätte sich zu Beginn drei Mal wöchentlich zu Videokonferenzen getroffen und sich „auf die große Welle vorbereitet. Wir blieben Gott sei Dank davon verschont.“ Der Stab ist noch nicht aufgelöst. Derzeit finden alle zwei Wochen Besprechungen statt.

Katastrophenschutz-Referent Michael Walch gab einen Bericht zur Lage im Einsatzstab der Region Bayern-Thüringen und Michael Behringer über die Coronahilfe in Hutthurm. „Hier haben wir sehr viele sehr engagierte Helfer“, lobte der Beauftragte.

Diözesanausbildungsreferent Johannes Breit berichtete über „total motivierte Ausbilder, die auf Kurse brennen. Die Tendenz ist steigend und wir gehen davon aus, dass wir im September gut loslegen und die ausgefallenen Kurse nachholen können.“ Denn im Moment können die Ausbildungen nur eingeschränkt stattfinden. „Im Hinblick auf die praktischen Elemente sieht der Unterricht ganz anders aus als vorher“, so Johannes Breit weiter.

Judith Egger, Diözesanreferentin Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) erklärte, dass die Versorgung eine ganze Zeitlang nur per Telefon möglich war. Die Zeiten sind vorbei. „Jetzt fahren wir wieder und hatten in letzter Zeit zahlreiche Einsätze.“ Zusammen mit Christian Teufel besetzt sie das Hilfetelefon rund um die Uhr. Im Bereich der Ausbildung ist ein Basiskurs mit acht Teilnehmern gestartet. „Wir haben heuer schon viel geschafft“, stellte eine zufriedene Judith Egger fest.

Den Tagesordnungspunkt „Bericht aus der Diözesangeschäftsstelle“ übernahm der stellvertretende Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber, der zunächst in seiner Eigenschaft als Rettungsdienstleiter sprach. Er erklärte, dass am Versammlungsort in der Schaldinger Straße coronabedingt ein Interimsstandort für einen Krankenwagen eingerichtet wurde, um Krankentransport und Notfallrettung an der Diözesangeschäftsführer in Hacklberg zu trennen und das Ansteckungsrisiko zu verringern. Als stellvertretender Geschäftsführer betonte Werner Kloiber: „Ich bin sehr dankbar, dass wir diese Krise so gut überstanden haben. Wir gehen gestärkt in die Zukunft.“

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