2 Südbayern im neuen ADAC Präsidium

Zwei Vorstände des ADAC Südbayern übernehmen im Automobilclub auch bundesweit Verantwortung: Dr. Gerd Ennser als neuer ADAC Sportpräsident (links) und Karlheinz Jungbeck als neuer Tourismuspräsident (Foto: ADAC)

Führungswechsel an der Spitze von Deutschlands größtem Verein – und zwei Vertreter des ADAC Südbayern übernehmen mit Traumergebnissen im siebenköpfigen Bundes-Präsidium Verantwortung: Dr. Gerd Ennser (62) aus Passau ist bei der virtuellen Hauptversammlung mit 96 % der Stimmen zum ADAC Sportpräsidenten gewählt worden. Karlheinz Jungbeck (59) aus Schliersee steht jetzt dem Ressort Tourismus vor und erhielt 93 Prozent.

Die beiden waren die Wunschkandidaten des neuen ADAC Präsidenten Christian Reinicke (56). Der bisherige General-Syndikus des Clubs aus Hannover ist zum Nachfolger von Dr. August Markl (72) gewählt worden. Dieser war nach sieben Jahren an der Spitze und dem Erreichen der Altersgrenze nicht mehr angetreten. Markl entstammt ebenfalls dem ADAC Südbayern, genauso wie der bisherige Sportpräsident Hermann Tomczyk (70), der sein Amt nun an Ennser abtrat. Somit ist der ADAC Südbayern – mit über 2 Millionen Mitgliedern drittgrößter der 18 ADAC Regionalclubs – weiterhin mit zwei Funktionären im ADAC Präsidium vertreten. Aktuell zählt der ADAC bundesweit über 21 Millionen Mitglieder.

Ennser: Niederbayer mit internationaler Erfahrung

Dr. Gerd Ennser ist und bleibt auch nach seiner Wahl Vorsitzender des ADAC Südbayern e.V. Der Niederbayer ist seit vielen Jahren Verwaltungsrat des ADAC e.V., Vize-Präsident des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) und als FIA-Sportkommissar international in der Formel 1 im Einsatz. Beruflich war der Passauer zunächst als Rechtsanwalt in der Automobilindustrie tätig, später als Staatsanwalt und Richter. Heute ist er Direktor am Amtsgericht Freyung. „Als ADAC Sportpräsident will ich für unsere 1850 ADAC Ortsclubs in Deutschland mit zukunftsfähigen Konzepten den Nachwuchs- und Breitensport fördern und Perspektiven aufzeigen“, betont Ennser. „Motorsport, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein schließen sich nicht aus. Und der ADAC kann mit überzeugenden Konzepten und guten Strategien eine Vorreiterrolle übernehmen.“ Ennser hat trotz seiner vielen Funktionärs-Aufgaben den Bezug zur Basis nie verloren. „Nach wie vor macht es mir großen Spaß, mit meiner Tochter und meinem Sohn motorsportlich im Automobilslalom oder auf einer Rallye unterwegs zu sein, wenn es die Zeit zulässt.“


Jungbeck: Oberbayer mit großer Expertise im Tourismus

Karlheinz Jungbeck ist seit 2016 im Vorstand des ADAC Südbayern für die Ressorts Tourismus und Finanzen verantwortlich. Er ist Mitglied im Tourismus- und Finanzausschuss im ADAC e.V. Auf dem touristischen Sektor ist er darüber hinaus im Wirtschaftsbeirat Bayern als Vorsitzender des Tourismusausschusses aktiv. Ferner ist er Mitglied im Präsidium des Tourismusverbandes Oberbayern München und sitzt im Tourismusausschuss der IHK von München und Oberbayern. Jungbeck wohnt in Schliersee und ist Unternehmer. Seine Vision als neuer ADAC Tourismuspräsident: „Mit den Zielvorgaben Wirtschaftlichkeit – Sichtbarkeit – Nachhaltigkeit möchte ich neue Akzente setzen im Tourismus und bei der Reise.“ Der ADAC sei schon jetzt ein verlässlicher Begleiter auf Reisen und in der Freizeit. „Doch das Ziel ist: Er muss zum unverzichtbaren Partner werden. Der ADAC als das Kompetenzzentrum für Reise und Tourismus!“, sagt Jungbeck.