Verein „Gegenwind am Ruhmannsberg e.V. kämpft gegen Windräder-Park in Hauzenberg an

Es ist eine Initiative, die sich erstaunlich rasant ausbreitete: Seit seiner Gründung im Januar zählt der Verein „Gegenwind am Ruhmannsberg e.V.“ beinahe 200 Mitglieder. Sie alle haben sich zum Ziel gesetzt, gegen die geplanten Windräder am Ruhmannsberg anzukämpfen. Diese Thematik wurde Anfang des Jahres in der Hauzenberger Stadtratssitzung eingebracht. Entstanden ist die Initiative aus der Notwendigkeit heraus, wie die Vorstandschaft im Gespräch mit der Neuen Woche erklärt: „Wir waren selber überrumpelt, als wir von dem Windpark-Projekt erfuhren. Umso mehr ist es nun unser Anliegen, sachliche Informationen für die Bevölkerung zu generieren. Denn oft wissen die Menschen nicht, dass Windräder für unsere Gesundheit auch bedenklich sind.“

Konkret gemeint sind die bis zu sechs geplanten Windräder, welche auf dem Ruhmannsberg errichtet werden könnten. Auf einem Konzentrationsgebiet mit einer Fläche von etwa einer Million Quadratmetern würde die Bebauung von Windkraftanlagen infrage kommen. Dabei handelt es sich um ein zusammenhängendes Waldgebiet mit zwei großen Wasserschutzgebieten (welche vom Konzentrationsgebiet ausgenommen sind). Die geplanten Windräder haben es in sich: Mit einer geplanten Höhe von 235 Metern sind diese fast fünfmal so hoch wie der Kirchturm der Hauzenberger St. Vitus Kirche (welche sich 48 Meter in die Höhe streckt).

Irreparable Schäden

Die Vereinsmitglieder fürchten vor allem irreparable Schäden an Mensch und Natur. So etwa Hans Knödlseder, der erklärt: „Bei Windrädern mit solcher Höhe ist eine Verankerung von mindestens vier Metern Tiefe in den Grund notwendig.“ Unfälle im Zusammenhang mit versagender Technik seien bei Windrädern nicht selten und würden zu massiven Schäden führen. Im Brandfall werden Windräder etwa nicht gelöscht, sondern müssen kontrolliert abgebrannt werden – ein Eindringen gefährlicher Stoffe in den Waldboden und die nahe gelegenen Wasserschutzgebiete wäre in diesem Fall unausweichlich. Ebenso fürchten die Vereinsmitglieder gesundheitliche Gefährdungen infolge des Infraschalls: Laut aktuellen Studien sind etwa 25 Prozent der Bevölkerung anfällig für diesen Schall, dessen Frequenz unterhalb der menschlichen Hörfläche liegt. Infraschall erreicht das Innenhor, raubt kardialen Myozyten ihre Kraft und schlägt sich im Gehirnscan nieder. Die Folgen sind physische wie psychische Auswirkungen, insbesondere eine Abnahme der Konzentrationsfähigkeit und erhöhte Blutdruckwerte.

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 26/19.