Seit dem Sommer Badeaufsicht vor Ort – Neue Sicherheitseinrichtungen rund um den See

Wegscheid. Gerade an heißen Sommertagen zieht der Rannasee zahlreiche Badegeäste an. Der Landkreis Passau als Eigentümer sorgt seit diesem Sommer für noch mehr Sicherheit. Zusammen mit dem neuen Pächter und Betreiber des Gasthauses „Zur Wasserrutsche“, Noureddine Boudrali, besser bekannt als „Nuri“, hat der Landkreis ein erweitertes Konzept erarbeitet, mit dem das Baden im Rannasee noch sicherer wird.

Größte Neuerung ist dabei, dass an Badetagen zu den besucherstärksten Zeiten eine Badeaufsicht vor Ort ist und im Notfall schnell Hilfe leisten kann. Außerdem wurden beispielsweise an den Stegen Sicherheitsvorschriften umgesetzt. So hat der Landkreis an den Stegen nun Geländer montiert. „Das war nötig, weil die Wassertiefe hier unter 180 Zentimeter liegt,“ erklärt Karl-Heinz Lifka von der Liegenschaftsverwaltung am Landratsamt Passau. Um Verletzungen vorzubeugen, dürfe bei dieser geringen Wassertiefe nicht vom Steg in den See gesprungen werden. „Entsprechende Schilder weisen zusätzlich zum Geländer auf das Sprung-Verbot hin,“ ergänzt der Fachbereichsleiter der Liegenschaftsverwaltung, Johann Resch. Ohne Geländer hätten die Stege zurückgebaut werden müssen.

Zu einem der großen Probleme auf dem Freigelände um den Rannasee werde zunehmend der Müll, der von nächtlichen Feiern und Partys liegen bleibe, weiß Kreisbauhof-Mitarbeiter Ludwig Bogner, der sich seit vielen Jahren um die Außenanlagen kümmert. Oft beschweren sich Gäste, dass die Anlage dadurch besonders morgens ungepflegt aussehe. „Wir haben hier ein frei zugängliches Gelände und die Hinterlassenschaften von nächtlichen Gästen können wir eben erst am nächsten Tag beseitigen,“ gibt Karl-Heinz Lifka zu bedenken. Die Alternative wäre, das Gelände zu umzäunen und Eintritt zu verlangen. „Wir möchten den See und seine Außenflächen aber in der bisherigen Form als frei zugängliche Anlage erhalten,“ so Lifka.

„Als Eigentümer wollen wir das Naturbad attraktiv gestalten und den Rannasee mit seinen weitläufigen Außenanlagen so für die Einheimischen sowie für Gäste weiter verbessern,“ betont Landrat Raimund Kneidinger. Allein in den vergangenen zwei Jahren sind rund 150.000 Euro in Gasthaus, Kiosk, Bootshaus, Wasserrutsche und die Außenanlagen geflossen. Dazu gehören laufende Reparaturen und die Instandhaltung aber auch die zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen oder die Beschaffung neuer Tretboote und Stand-Up-Paddels. Und auch für die kommenden Jahre sind umfangreiche Maßnahmen geplant. „Wir stellen uns dauerhaft unserer Aufgabe als Eigentümer, um diesen einzigartigen Freizeit- und Erholungsort im Wegscheider Land zu gestalten und gleichzeitig die Sicherheit weiter zu verbessern,“ so Landrat Kneidinger.

„Dass wir mit ‚Nuri‘ einen neuen Pächter gefunden haben, der unsere Ziele mit viel Tatendrang und Kreativität unterstützt, ist für den Rannasee ein wahrer Glücksfall,“ freut sich der Landrat. Weil der Pächter wegen der Corona-Krise einen schwierigen Start hatte und für einige Wochen der Umsatz komplett ausfiel, hat sich der Landkreis Passau dazu entschieden, den Wasserrutschen-Wirt mit einer Sonderzahlung von 2.500 Euro zu unterstützen. Nuri, der die Gaststätte mittlerweile vor allem in kulinarischer Hinsicht aufgewertet hat, zeigte sich dankbar über die großzügige Hilfe des Landkreises.

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