Ruhstorfer Messe „ausblick“ bildete Höhepunkt und Schlussakkord der Wirtschaftswoche im Landkreis Passau – Von Holzenergie bis Flussperlmuschel

Passau. Ruhstorf a.d. Rott und die Niederbayernhalle mit Freigelände standen drei Tage lang im Zeichen von „ausblick 2017“.
Rund 120 Firmen aus der Region präsentieren sich und ihr Angebot und stellen damit eine „vitale, ideenreiche und zukunftsgerichtete Wirtschaftsregion“ dar, wie Landrat Franz Meyer bei der Eröffnung betonte. Zugleich bildeten zwei Veranstaltungen im Rahmen der Messe den Schlusspunkt der diesjährigen „Wirtschaftswoche“ des Landkreises, die unter dem Leitgedanken „Nachhaltigkeit“ stand.

„Ausblick“ in jeder Hinsicht: Beim Ausstellungsrundgang am Stand der Firma Hatz (v.l.) Geschäftsführer Thomas Lehner, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit einer Pleuelstange am wassergekühlten Motor, Bezirkstags-Vizepräsident Max Brandl, Ruhstorfs Bürgermeister Andreas Jakob, Landrat Franz Meyer und Gerhard Schuster, Vorsitzender des Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (Foto: Landratsamt Passau)

Die Wirtschaftsmesse „ausblick“ ist traditionell eine willkommene Gelegenheit, das Unternehmernetzwerk enger zu knüpfen. Zum dritten Mal lud das Wirtschaftsreferat des Landkreises unter der Leitung von Heidi Taubeneder am Eröffnungsabend zum „Unternehmertreffen“, zu dem rund 200 Besucher kamen. Die Veranstaltung im Rahmen der Wirtschaftswoche war ein Heimspiel für den Humoristen Josef Bertl, der unterhaltsam durch den Gesprächsabend zum Thema „Unternehmensnachfolge“ führte und Vater und Sohn Josef und Christian Holzapfel (Hotel), Reinhard und Stefan Penninger (Brennerei) sowie Georg und Georg Mayerhofer (Landwirtschaft) über ihre Erfahrungen bei der Nachfolgeregelung befragte. Wichtigste Erkenntnis: Die Nachfolge muss frühzeitig geregelt werden.

Reden beim Unternehmerabend über Nachfolgeregelungen (von links): Reinhard Penninger, Klaus Jocham, Handwerkskammer, Stefan Penninger, Martin Wösner, Moderator Josef Bertl, Georg und Georg Mayerhofer, Christian Holzapfel, Walter Keilbarth, Hauptgeschäftsführer der IHK, und Josef Holzapfel (Foto: Landratsamt Passau)

Ebenfalls im Zeichen der Wirtschaftswoche stand eine Premiere: der erste Kulturfrühschoppen, ins Leben gerufen von Kulturreferent Christian Eberle. Rund 100 Künstler, Kulturschaffende aber auch Bürgermeister waren zum Auftakt ins „ausblick“-Zelt gekommen. Statt Grußworte gab es Interviews: Christian Eberle unterhielt sich mit Landrat Franz Meyer, der weiterhin Kulturförderung auf hohem Niveau vesprach, leitendem Regierungsdirektor Klaus Froschhammer, der die Leistungen der Kultursponsoren hervorhob, die unter anderem wertvolle Einrichtung wie „Kunst und Schule“ fördern, sowie MdL Walter Taubeneder, der die Kulturförderungen des Freistaats vorstellte. BBK-Vorsitzender Hubert Huber gab bekannt, dass sich Künstler aus Stadt und Landkreis an Ausstellungen in Stadt und Landkreis Budweis beteiligen und damit in der Donau-Moldau-Region gut vertreten seien. Das Kulturreferat versende demnächst die Ausschreibungen. Das kulturelle Leben der Region lässt sich auf www.kunstpassau.de im Internet betrachten.

Zünftiger Schlussakkord der Wirtschaftswoche – und Premiere: Landrat Franz Meyer inmitten von Künstlern, Kulturschaffenden und -begeisterten. Der Kulturfrühschoppen, organisiert von Kulturreferent Christian Eberle (2.v.r.) soll Bestandteil des „ausblick“-Programms werden (Foto: Landratsamt Passau)

Landrat Franz Meyer zog am Ende der Wirtschaftswoche eine durchwegs positive Bilanz. Unternehmen und Initiativen hätten dabei bewiesen, dass im Landkreis Passau die Zeichen der Zeit erkannt worden seien. „Wirtschaften in der Verantwortung vor kommenden Generationen ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern rentiert sich auch. Das haben alle Termine der Veranstaltungsreihe gezeigt“, bekräftigte der Landrat zum Abschluss. Ausdrücklich dankte er dabei Wirtschaftsförderin Heidi Taubeneder für die ausgezeichnete Organisation. Das Thema Nachhaltigkeit habe sich als roter Faden durch das Programm gezogen, ob beim wegweisenden CO2-neutralen Busverkehr in Bad Füssing, ob beim Schutz der Flussperlmuschel, deren Pflege und Lebensbedingungen in der Infostelle in Fürsteneck zu sehen sind, ob beim Ökokonto für Ausgleichsflächen bei Pleinting oder beim innovativen Umgang mit Ressourcen durch die Holzvergasertechnologie von „Holzenergie Wegscheid“: Unternehmerische Leistung, Zukunftsfähigkeit und eine intakte Natur, das sind Standortfaktoren, mit denen der Landkreis Passau punktet – darauf können wir stolz sein, so der Landrat.

Die Infostelle Perlmuschel in Fürsteneck eröffneten (vorne v.l.): Passaus 3. Bürgermeisterin Erika Träger, Landrat Sebastian Gruber (Freyung-Grafenau), Landrat Franz Meyer (Passau) und Landrat Michael Adam, Regen (Foto: Landratsamt Passau)

(Titelbild: Bad Füssing (2.v.r. Bürgermeister Alois Brunndobler) ist dabei, gemeinsam mit dem Busunternehmen Eichberger (Manfred Eichberger am Steuer) die CO2-neutrale Mobilität in der Praxis umzusetzen. Davon beeindruckt zeigten sich unter anderem Dr. Jürgen Weber (Leiter Wirtschaftsförderung Reg. v. Niederbayern, 3.v.r.) – Foto: Landratsamt Passau)

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