Gottesdienst zum Caritas-Sonntag in Osterhofen

Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer ruft zu Solidarität auf Sammlungswoche bis 4. Oktober

Passau/Osterhofen (can). Die Caritas hat ihre bayernweite Herbstsammlung gestartet. Zum Caritas-Sonntag am 27. September, betonte Diakon Konrad Niederländer den steigenden Hilfsbedarf von einzelnen Menschen, von Familien und Kindern. Der Bischöfliche Beauftragte für den Caritasverband für die Diözese Passau e.V. rief beim Gottesdienst in Osterhofen zum Zusammenhalt in Gesellschaft und Kirche auf. Dort feierte die Pfarrcaritas das 30jährige Jubiläum.

Wo immer Menschen betreut oder gepflegt, wo Menschen materiell und finanziell unterstützt würden, „wo Menschen am Abgrund des eigenen Lebens stehen und vom Rand der Gesellschaft in die Mitte geholt werden“, sei Jesus Christus zu erfahren. Deshalb sei es eine der wesentlichen und vornehmsten Aufgaben „der Caritas als gelebte Kirche, Menschen unabhängig vom Alter, von ihren körperlichen und geistigen Möglichkeiten darin zu unterstützen, dass sie ihr Leben selbst gestalten können und ihr Leben gelingt“, so der Diakon.

Gerade in dieser Pandemiezeit würden viele Menschen in der Caritas, in den Pfarreien, im Bistum und darüber hinaus tagtäglich zeigen: „Sie handeln aus und mit Liebe zu den Menschen, denen sie begegnen und die sich ihnen anvertrauen. Sie sehen die Not von Menschen und bleiben nicht im Reden und Diskutieren stehen, sondern handeln. Sie beraten, begleiten, unterstützen, sind mit Herz und Hand und auch mit den Füßen dabei“.

Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer ruft am Caritas-Sonntag zur Hilfe für Menschen in Not auf und dankt für den vielfältigen Einsatz (Foto: Caritas)

Solches Handeln aus dem Geist der Caritas stehe im Vordergrund, sagte der Caritasvorstand, und sei erfahrbar durch die Arbeit etwa der Erzieherinnen oder der Pflegerinnen und Pfleger; ob bei der Vermittlung des Glaubens in Kindertageseinrichtungen und Schulen oder im wertvollen Dienst in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Gleichzeitig erinnerte der Diakon an die vielen Menschen, „die ehrenamtlich, oder ganz still und unauffällig in der Familie, in der Pfarrgemeinde, alte, kranke oder einsame Menschen besuchen, pflegen, trösten und stärken“.

Dabei ging der Caritasvorstand auf das 30jährige Bestehen der Osterhofener Pfarr-Caritas ein. Die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer hätten in all den Jahren „mit ihrem Dienst der Caritas ihr Gesicht gegeben“. An ihnen sei erkennbar, „dass es um mehr geht als um soziale Arbeit“. Es sei der Glaube lebendig, dass Jesus Christus selbst in den vielfältigen Diensten anwesend sei. Damit dankte der Diakon auch für die Arbeit der Osterhofener Caritas. Er feierte den Gottesdienst zusammen mit Domkapitular und Dekan Christian Altmannsperger sowie mit den Gründungsmitgliedern und der Vorstandschaft. Zum Caritas-Sonntag fanden in vielen Pfarreien Gottesdienste statt, darunter, gestaltet von der Gemeindecaritas, in Tiefenbach und Haselbach.

In dieser Woche sind unter dem Leitwort „Sei gut Mensch!“ in den Pfarreien die Sammlerinnen und Sammler unterwegs. Die Corona-Krise hat natürlich Auswirkungen auf die Herbst-Sammlung. Zum einen sind die Sammlerinnen und Sammler mit entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen unterwegs und achten darauf, weder die Spenderinnen und Spender noch sich selbst zu gefährden. Zum anderen wird in vielen Pfarreien mit Spendenbriefen um Hilfe gebeten. Für jede Spende und für jeden Dienst, der den Menschen zugutekomme, dankte Caritasvorstand Diakon Niederländer in seiner Predigt. So bleiben 40 Prozent der Sammlungsgelder in den Pfarreien, um vor Ort schnell und direkt helfen zu können. 60 Prozent verwendet der Diözesan-Caritasverband um überregional und flächendeckend Menschen in Not zu unterstützen.

×

(Anzeige)

×