Grafenau. MdL Alexander Muthmann begrüßt die geplante Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald um weitere 600 Hektar im Bereich der Gemeinde Mauth. In einem Brief an Umweltminister Thorsten Glauber regt er an, diesen Schritt mit einem Pilotprojekt zur Verkehrssteuerung und Besucherlenkung zu verbinden. Erste Ideen dazu hat Muthmann aus einem Gespräch mit Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl Ende vergangener Woche mitgebracht. Angesichts der ständig steigenden Attraktivität des  Schutzgebietes müsse das bestehende Verkehrssystem mit dem Igelbus-Netz  verknüpft, ausgebaut und modernisiert werden.  Es biete sich die Chance, den ÖPNV zum und im Nationalpark auf völlig neue Beine zu stellen. Diese Aufgabe könne nur der Staat leisten, betont Muthmann in seinem Brief an den Umweltminister. Darin schlägt der Freyunger Landtagsabgeordnete außerdem vor, die barrierefreien Angebote zu erweitern, damit mehr Menschen mit Handikap den neuen wilden Wald erleben können.

Alexander Muthmann ist überzeugt, dass der Tourismus in der Region und damit vor allem das Gastgewerbe von einer Erweiterung des Schutzgebietes profitieren werden. Die zusätzlichen Besucher müssten über ein intelligentes und hochmodernes Verkehrsleitsystem zu ihren Zielen gebracht werde. Attraktive Angebote sollten über eine ständig aktualisierte und nutzerfreundliche App abrufbar sein. Voraussetzung dafür sei ein leistungsfähiges Mobilfunknetz.

In seinem Brief an Umweltminister Thorsten Glauber weist MdL Muthmann auch auf die derzeitige Situation hin: Wegen der Corona-Pandemie machten viele Menschen Urlaub im eigenen Land und entdeckten dabei auch vermehrt den Nationalpark Bayerischer Wald. Schattenseiten dieser durchaus erfreulichen Entwicklung seien allerdings die völlig überfüllten Parkplätze zum Beispiel in Waldhäuser, Buchenau, Zwieseler Waldhaus oder beim Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau. Es sei nicht damit getan, zusätzliche Parkplätze zu schaffen; intelligentere Lösungen müssten her. Die aktuellen Erfahrungen könnten in ein Gutachten zur Entwicklung eines völlig neuartigen Verkehrsleitsystems einfließen, das den ÖPNV in den Mittelpunkt stellt. Ein solches Angebot würde auch die Bevölkerung entlasten, die unter den kreuz und quer parkenden Autos leide.

Alexander Muthmann ist ein großer Anhänger der Nationalparkidee. Das zeigt sich unter anderem darin, dass er seit 2004 Vorsitzender des Vereins Junior Ranger ist. Er begrüßt es, dass die geplante Erweiterung des Schutzgebietes um 600 Hektar im Einvernehmen mit den Menschen in der Region erfolgt und sie in Informationsveranstaltungen und Gesprächen Ideen und Anregungen einbringen können. „Zu dieser bürgernahen Strategie zähle ich auch den frisch gedruckten Fleyer „Fragen und Antworten zur Nationalparkvergrößerung.“ Wenn die Bevölkerung eingebunden ist, fördert das die Akzeptanz ganz wesentlich“, ist Muthmann überzeugt.

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