Politischer Bruch mit den FREIEN WÄHLER

FRG. Wie Alexander Muthmann, Mitglied des Bayerischen Landtags, mittels einer Pressemitteilung vor zwei Wochen bekannt gab, wird der (noch) Vorsitzende des Freien Wähler Kreisverbands Freyung-Grafenau und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktion im nächsten Wahljahr des Landtags nicht mehr kandidieren.

„Ich mache gerne und aus Überzeugung Politik und habe immer mit Freude für die Region gearbeitet, um die positive Entwicklung hier zu unterstützen“, so Muthmann in seiner Presseerklärung. Trotzdem hat sich der Freyunger Abgeordnete zu diesem Schritte entschieden. Muthmann weiter: „Der Fraktionsvorsitzende (Anmerkung der Redaktion: Hubert Aiwanger, auch Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Freie Wähler sowie Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern) und ich haben zu unterschiedliche Vorstellungen, was die Arbeitsweise in der Fraktion anbelangt als auch den Politikstil betrifft. In vielen Bereichen will ich den Inhalt der Politik der FREIEN WÄHLER auch über diese Wahlperiode hinaus nicht mehr mittragen.“

Der Entscheid Muthmanns, nicht mehr für die FREIEN WÄHELR zu kandidieren und wohl über kurz oder lang auch seinen Austritt aus der Partei bekanntzugeben, zeichnete sich nicht erst in den letzten Monaten ab. Gerade was den Politikstil anbelangt, so herrschte bereits 2016 Uneinigkeit zwischen Aiwanger und Muthmann – aber nicht nur, denn auch die Kreisvereinigung der Freien Wähler Freyung-Grafenau konnte sich offensichtlich mit dem Wahlprogramm des Bundesvorstands (im Hinblick auf die Bundestagswahlen in diesem Jahr) nicht mehr identifizieren und kommunizierte dies auch glasklar mittels einer Pressemitteilung vom 16. November 2016; Die Kreisvereinigung der Freien Wähler Freyung-Grafenau wird sich an der Bundestagswahl 2017 nicht aktiv beteiligen. Dem stimmten alle Mitglieder bei einer Versammlung zu.

Während Martin Behringer, Vorsitzender der Freien Wähler FRG, den Grund dafür auch bei ‚keinerlei Erfolgsaussichten‘ bei der bevorstehenden Bundestagswahl festmachte, brachte es Alexander Muthmann auf den Punkt. So stoßen dem Landtagsabgeordneten einige Formulierungen im Wahlprogramm des Bundesvorstandes der Freien Wähler sauer auf; verständlich! Dort ist u.a. nachzulesen, dass „unsere Wirtschaft funktioniert, weil der aufrichte Kaufmann, der deutsche Handwerksmeister, sich mit Ehrlichkeit und Fleiß einbringen“. Dazu Muthmann: „Diese Formulierungen erinnern an dunkle Zeiten deutscher Geschichte. Ich lehne eine derartige Programmatik ab und kann mich deswegen auch nicht für eine Unterstützung hergeben.“

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem PDF-Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 25/17.

(Bild: Will 2018 nicht mehr kandidieren, zumindest nicht für die Freien Wähler; MdL Alexander Muthmann – Foto: Privat)