Verbindlicher Zeitpunkt für ein Ende des Verbrennungsmotors nicht zielführend

Perlesreut. Söder will keine neuen Verbrenner ab 2035, titelten die Zeitungen in ganz Deutschland. Dirk Messner, Chef des Umweltbundesamtes, und CSU-Chef Markus Söder wollen ein Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2035.

Söder sagte am Samstag auf dem Parteitag seiner Partei: „Ich bin sehr dafür, dass wir uns ein Enddatum setzen, ab dem Zeitpunkt, an dem fossile Verbrenner mit fossilen Kraftstoffen nicht mehr neu zugelassen werden können. […] Das, wie es in Kalifornien gewesen ist, erscheint mir ein sehr gutes Datum dafür zu sein.“

Das sieht Manfred Eibl, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktions und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr, anders: „Es ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zielführend, einen verbindlichen Zeitpunkt für ein Ende des Verbrennungsmotors zu nennen. Die Koalition hat sich immer für Technologieneutralität und -offenheit ausgesprochen. Speziell in ländlichen Räumen scheitert die Elektromobilität an nicht vorhandener Ladeinfrastruktur sowie fehlender Akzeptanz.“

In ganz Bayern gibt es derzeit 4.214 Ladestationen, von denen sich die meisten in Städten befinden, während das bayerische Land noch immer eher unterversorgt ist. Eibl meint daher „Der Verbrenner wir auch mittelfristig eine tragende Rolle spielen. Aktuell wird in einem noch nie dagewesenen Maße in die Entwicklung der synthetischen Kraftstoffe geforscht. Wir alle wissen , dass Bewusstsein und die öffentliche Wahrnehmung ein mitentscheidendes Kriterium sind, um hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie und deren Zulieferern zu erhalten. Wir FREIEN WÄHLER setzen dahingehend auch weiterhin auf Technologieneutralität und lehnen eine verbindliche Festlegung eines Ausstiegs von Verbrennungsmotoren ab.“

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