MdL Bernhard Roos unterstützt Waldkirchener und Hutthurmer Tafeln

Seit Jahren engagieren sich die Tafeln in Waldkirchen und Hutthurm für Menschen, die auf die Lebensmittel der Einrichtung angewiesen sind. Die Vorwürfe, die den Vorsitzenden der beiden Einrichtungen nun aber begegnen, stoßen auf Unverständnis bei MdL Bernhard Roos: „Es steht jeder Tafel frei, Spenden anzunehmen oder abzulehnen – egal aus welchen Beweggründen.“

Eine Spende ist laut Duden etwas, was zur Hilfe, Unterstützung oder Förderung einer Sache oder Person gegeben wird und beitragen soll. „Offensichtlich sollte die Spende des AfD-Kreisvorsitzenden etwas einer Sache beitragen – nämlich dem Populismus.“, kritisiert Roos und steht somit hinter der Auffassung der beiden Tafel-Vorsitzenden Christine Lang und Herbert Oberneder sowie des Vorsitzenden des Tafel-Landesverbands Bayern Reiner Haupka. „Dass sich Politiker ebenso wie Geschäftsleute gerne mit sozialem Engagement schmücken, ist parteiunabhängige Praxis“, gesteht Roos, „aber nicht um jeden Preis.“ Das Verhalten des AfD-Kreisvorsitzenden, den E-Mail-Verlauf in seinem Facebook-Profil zu veröffentlichen, sei inakzeptabel und steht neben Menschennähe und Selbstlosigkeit auch gegen Privatsphäre- und Datenschutz. „Ich finde es falsch, die Tafeln online so bloßzustellen. Die Differenzen hätte man in einem persönlichen Gespräch ausräumen und eine Spende in privatem Rahmen vorziehen können.“, merkt Roos an.
Gerade in einem Wahljahr achten alle Einrichtungen, egal ob im sozialen, wirtschaftlichen oder öffentlichen Bereich, auf politische Neutralität. „Das sei auch nachvollziehbar!“, zeigt sich Roos verständnisvoll. „Die Bevorzugung gewisser Parteien oder Politiker kann – ebenso wie der Ausschluss von Personengruppen mit anderer Herkunft oder Religion wie seit Januar in Essen – manche Menschen verschrecken oder an der Einrichtung zweifeln lassen.“ Dass sich die Tafeln in Waldkirchen und Hutthurm nicht gegen Flüchtlinge stellen will, und dies auch in der Absage an die AfD-Spende beteuert, befürwortet der SPD-Politiker und verweist zudem auf die Passauer Tafel, die eine ähnliche Meinung vertritt.

Abschließend beteuert Roos seine Unterstützung für die Tafeln und zollt dem vehementen Auftreten größten Respekt: „Es gehört Mut dazu, die eigenen Überzeugungen zu vertreten und so eine Spende abzulehnen. Man muss nicht jedes Geschenk annehmen!“ Der Abgeordnete hofft, dass die Anfeindungen und Vorwürfe im Netz dem Engagement und der Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen keinen Abbruch tun und bedankt sich für den Einsatz der Tafeln.