25 Jahre vom Bayerwald nach Ungarn

FRG/Sopron (Ungarn). Heuer konnten sie ein kleines Jubiläum feiern und haben dadurch ganz Großes bewirkt. Seit nunmehr 25 Jahren sammeln die Malteser aus der Kreisgliederung Freyung –Grafenau im November Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder in der Stadt Sopron in Ungarn und bringen damit jedes Jahr ihre Augen zum Leuchten.

Heuer haben sich die Malteser-Pfarrgruppen aus Karlsbach und Fürholz an der Aktion beteiligt, ebenso wie die Grundschulen in Mauth, Karlsbach und Böhmzwiesel, die ihre Kinder und deren Eltern zum Spenden für den guten Zweck aufgerufen hatten. Im Vorfeld der Weihnachtsfeier in Sopron haben Mitglieder der Malteser aus Pocking einen LKW, voll beladen mit Geschenken, nach Ungarn gebracht.

(Foto: Malteser)

Die Malteser in Sopron und die Stadt Sopron laden dann traditionell am zweiten Adventssonntag bedürftige Kinder zu einer Weihnachtsfeier ein, bei der die Päckchen aus dem Bayerischen Wald verteilt werden. „Vor der Verteilung der Geschenke bemühen sich Schüler und Kindergartenkinder nach Kräften, eine festliche Stimmung im Saal zu verbreiten. So gab es heuer beispielsweise wieder ein Krippenspiel“, berichtet der stellvertretende Diözesanleiter und Kreisbeauftragte für Freyung-Grafenau, Ludwig Berger, der die Delegation aus dem Bayerwald auch heuer zusammen mit Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum aus Passau anführte. Ebenso waren zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und der Politik aus Sopron und Umgebung anwesend.

(Foto: Malteser)

Diese festliche Stimmung bei der Feier zu bewirken ist aber wahrlich nicht einfach. Denn die Kinder – in Erwartung der Geschenke – waren natürlich alles andere als ruhig und verständlicherweise auch sehr ungeduldig. So war es auch heuer wie eine Erlösung, als sie endlich ihre Päckchen in Händen hielten konnten. Da strahlten sie um die Wette.

Kinder aus Sopron beim Krippenspiel während der Weihnachtsfeier (Foto: Malteser)

„In diesem Jahr konnten wir mit Hilfe von Sanitätshäusern aus unserer Diözese auch Pflegebetten, Gehilfen (Rollatoren, Krücken usw.) und Rollstühle sowie aus der Bevölkerung Bett- und Tischwäsche, Hygieneartikel und vieles andere mehr sammeln und an die Pflegestation eines Sanatoriums übergeben“, freut sich Ludwig Berger.

Und weiter: „Bei einer Besichtigung des Hauses konnten wir sehen, wie die Spenden verwendet werden und erfragen, was denn in der Zukunft dort gebraucht wird. Dazu werden wir in den kommenden Monaten zu einer gezielte Spendenaktion aufrufen. Wir danken allen, die diese Aktion unterstützt haben und natürlich auch denen, die geholfen haben, sie durchzuführen.“

Die Delegation aus der Kreisgliederung Freyung-Grafenau mit Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum (r.).beim Besuch des Sanatoriums in Sopron (Foto: Malteser)