Ein ereignisreicher Tag in Winzer

Passau/Winzer. Die Marktgemeinde Winzer im Landkreis Deggendorf war das jüngste Ziel der Malteser Ausflugsfahrten-Familie, wohin sich 50 Teilnehmer und Malteser aus Stadt und Landkreis Passau sowie den Landkreisen Freyung-Grafenau und Deggendorf am vergangenen Samstag aufmachten. Bei herrlichem Wetter und interessanten Programmpunkten verlebten alle zusammen einen wunderschönen Tag.

Zunächst gab es eine Führung im Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbach, bei der die Mitarbeiter Andrea Falter und Hans Zitzelsberger interessante Einblicke gaben: Lehm abnehmen, Ziegel formen, trocknen und brennen. All das und vieles mehr erklärten sie bei einem Spaziergang durch das Gelände sehr anschaulich. Natürlich wurden auch der riesengroße Brennofen aus dem Jahr 1883, der Ziegelbrennofen aus römischer Zeit und das Museum besichtigt. Und so manche Geschichte erzählt wie die der Wanderarbeiter aus Italien, die bis 1915 über die Alpen jedes Jahr nach Flintsbach kamen.

Zum Mittagessen im Gasthaus Schadenfroh wurden die Ausflügler herzlich aufgenommen und bestens bewirtet, bevor sie sich am Nachmittag in zwei Gruppen zu weiteren Erlebnissen aufmachten. Die erste Gruppe brauchte nur vom Gasthaus ums Eck zu gehen, denn dort – im selben Gebäude – befindet sich die ehemalige Schlosskapelle, das Gasthaus war früher Amtshof. Organisatorin Rosmarie Krenn erzählte von der Ortsgeschichte ebenso wie von der Kapelle, die Johannes dem Täufer geweiht ist und im Jahr 1244 erstmals erwähnt wurde. Eine Andacht rundete diesen Teil des Programms ab.

Danach konnten die Besucher das herrliche Wetter, die Ruhe in Flintsbach und die wunderschöne Landschaft genießen. Das tat zur selben Zeit auch ein Teil der anderen Gruppe. Denn die war zur Sternwarte auf den Pledlberg gefahren, wo sie schon von Gerhard Dietrich und Ludwig Göde erwartet worden war. Während einige den Blick auf Altenmarkt, Osterhofen und Winzer in der Sonne genossen, ging es für die restlichen Gäste zum Teleskop, mit dem sie die Sonne beobachten konnten. Später wechselten sie mit der anderen Gruppe und kamen ins Planetarium, wo sie anhand des künstlichen Sternenhimmels viele interessante Informationen erhielten. Sternzeichen waren genauso Thema wie zahlreiche Sternenbilder vom Einhorn bis hin zum Becher oder Orion. Ebenso zeigten und erklärten ihnen die engagierten Sternenkundler den Polarstern, kleinen und großen Wagen sowie Mond und Saturn.

Beim Kaffeetrinken im Gasthaus zur Post in Winzer kamen dann alle wieder zusammen und hatten sich viel zu erzählen. Es war das erste Mal, dass die Ausflügler sich für verschiedene Aktivitäten trennten. Sonst machen sie bei ihren Fahrten immer alles gemeinsam. Das war zwar für beide Gruppen schön, soll aber auf keinen Fall zur Regel werden, da waren sich am Ende alle einig. Denn: „Wir sind ja eine Familie“, brachte es eine Teilnehmerin bei der Heimfahrt auf den Punkt, warum sie in Zukunft wieder zusammenbleiben wollen.