Vegane und vegetarische Grillalternativen auf dem Vormarsch

Wie gesund sind Sojawürstchen, Erbsen-Burger und Lupinen-Schnitzel?

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und die Grills laufen auf Hochtouren. Der Duft von Bratwurst, Burgern und Steak steigt in die Nase. Aber müssen es jedes Mal die Klassiker aus Fleisch sein? Immer mehr Firmen bieten neben ihrem üblichen Sortiment auch vegetarische und vegane Alternativprodukte an. Die Auswahl ist mittlerweile riesig: Würstchen aus Soja, Burger aus Erbsenproteinen, Schnitzel aus Lupinen oder Hacksteak aus Seitan. Was gilt es beim Kauf zu beachten und wie sind die fleischlosen Produkte zu bewerten?

„Ein großer Nachteil bei vielen Fleischersatzprodukten ist der hohe Verarbeitungsgrad. Auch enthalten sie häufig viel Salz, Zucker und Zusatzstoffe, um den Fleischgeschmack und dessen Aussehen zu imitieren. Soja und Weizen zählen außerdem zu den Haupt-Allergenen und auch bei Lupinen können allergische Reaktionen auftreten“, erklärt Eva Kirchberger, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Nehmen Sie die Zutatenliste und die Nährwertangaben vor dem Kauf genau unter die Lupe. Produkte aus ökologischer Erzeugung beinhalten meist weniger Zusatzstoffen und sind denen aus konventioneller Produktion vorzuziehen.“

Es gibt aber auch zahlreiche Vorteile: Der Anteil an Gesamtfett und gesättigten Fettsäuren ist bei den fleischlosen Alternativen teilweise geringer. Die Klimabilanz fällt für die pflanzlichen Produkte wesentlich besser aus, wenn beispielsweise Treibhausgas-Emissionen, Wasserverbrauch und Ressourcennutzung betrachtet werden. Ebenfalls stellt das Leid der Schlachttiere ein gewichtiges Argument dar.

„Wenn Sie Fleisch- oder Wurstwaren durch pflanzliche Grillalternativen ersetzen, spricht nichts gegen einen moderaten Konsum von Fleischersatzprodukten. Wenn Sie Zusastzstoffe vermeiden möchten, bereiten Sie das fleischlose Grillgut am besten selbst zu oder kaufen Bioqualität“, so Kirchberger.