Straßenmeistereien hatten am Wochenende viel zu tun

Der heftige Wintereinbruch vom Wochenende hat auch den „Männern Orange“ in den Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamts Passau viel Arbeit bereitet. Einige Staats- und Bundesstraßen mussten am Wochenende zeitweise gesperrt werden, da umgestürzte und herabhängende Bäume eine zu große Gefahr darstellten.

Am stärksten waren Straßen im Bereich der Straßenmeistereien Deggendorf und Vilshofen betroffen. Die B533 bei Auerbach im Landkreis Deggendorf wurde am Samstag um 9 Uhr auf Nachfrage der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach gesperrt, eine Umleitung über Schaufling wurde eingerichtet. Am Nachmittag wurde die Bundesstraße von der Feuerwehr und den Mitarbeitern der Straßenmeisterei freigeräumt, so dass sie ab 14.30 Uhr wieder befahren werden konnte.

Gegen Mittag musste auch der Abschnitt der Staatsstraße 2322 zwischen Mitterndorf und Iggensbach (Dobl) für den Verkehr gesperrt werden. Dort lagen zu viele Bäume über der Fahrbahn (siehe Bilder), die Stämme standen zudem unter Spannung, was die Fällarbeiten für Feuerwehr und Straßenmeisterei zu gefährlich machte. Ab Sonntagmorgen arbeiteten zwei Forstunternehmen den Bruch auf, so dass die Straße ab Sonntagabend wieder freigegeben werden konnte.

(Foto: Staatliches Bauamt Passau)

Auch die Staatsstraße 2133 zwischen Krankenhaus und Hainstetten bis Sonntagmittag gesperrt werden. Die Fahrbahn wurde jedoch so weit von umgestürzten Bäumen befreit, dass sie zumindest für Räum- und Rettungsfahrzeuge zu befahren war.

Gegen Mittag fällten Mitarbeiter der Straßenmeisterei Deggendorf mehrere große Birken an der B11 bei Grafling, um die Bundesstraße freizuhalten.

Der starke Schneefall hatte am Vormittag aufgehört, setzte aber am Abend wieder ein, so dass auf der Staatsstraße 2135 (Rusel) noch einige Bäume von der Feuerwehr Greising von der Fahrbahn entfernt werden mussten.

Nach dem erneuten Schneefall in der Nacht zum Sonntag stürzten noch einige Bäume im Bereich der Landkreisgrenze an der B533 bei Rohrstetten/Padling um. Am Montag und Dienstag sind deshalb noch einige Nacharbeiten erforderlich.

Die Straßenmeisterei Vilshofen war am Samstag zeitweise mit 14 Beschäftigten im Einsatz. Der Winterdienst bereitete keine Probleme, jedoch kam es wegen des schweren Schnees immer wieder zu Schneebruch. Kurzzeitig wurden die Staatsstraße 2126 zwischen Eging und Aicha und die Staatsstraße 2127 zwischen Tittling und Fürstenstein gesperrt. In Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren wurde jede Störung des Verkehrs aber schnell behoben und die Straßen wieder freigegeben.

(Foto: Staatliches Bauamt Passau)

Die Straßenmeisterei befindet sich noch beim Aufarbeiten und ist mit vier kleineren Trupps unterwegs. Ab Mittwochmorgen soll dann wieder „Normalbetrieb“ aufgenommen werden, bei dem Ein- und Ausläufe, Busbuchten und Brücken freigemacht und gegebenenfalls in den betroffenen Ortschaften Schnee ausgefahren werden soll.

Im Bereich der Straßenmeisterei Hauzenberg waren keine größeren Probleme wegen der anhaltenden Schneefälle zu verzeichnen. Einige Autofahrer landeten mit ihren Fahrzeugen im Graben, Ursache dafür war vermutlich den Straßenverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit. Laut Aussage der Winterdienst-Fahrer waren viel weniger Verkehrsteilnehmer als sonst auf den Straßen unterwegs. Außer ein paar Ästen und Sträuchern, die in das Lichtraumprofil der Fahrbahn hingen, war bis dato kein Schneebruch festzustellen.

Auf der B85 mussten einige umgeknickte Bäume beseitigt werden, größere Probleme blieben zum Glück aus. Auch die Straßenmeistereien Freyung und Pfarrkirchen hatten keine ungewöhnlichen Einsätze zu vermelden.

Im Bereich der Straßenmeisterei Viechtach knickten vereinzelt Bäume um, die von Feuerwehr, Anliegern und Straßenmeisterei beseitigt wurden. Auch die Straßenmeisterei Zwiesel meldet vereinzelt Schneebruch, doch die Situation entspannte sich bereits am Samstagnachmittag.

Im Bereich der Straßenmeisterei Straubing musste die Feuerwehr einige Bäume, die von Privatgrundstücken auf die Staatsstraße gefallen waren, beseitigen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei kontrollieren am Montag alle Waldstrecken auf Schneebruch. Auf der B20 kam es kurz zu einer Verzögerung beim Räumen der Auf- und Abfahrten, da ein Lkw ausgefallen war und der Unimog, der sonst die Ausfahrten der Bundesstraße bedient, die „Waldstrecke“ übernehmen musste. Für die B20 wurde ein Ersatz-Lkw aus Deggendorf geholt.