Ähnlich wie in den Nachbarlandkreisen Regen, Passau und Rottal-Inn konnte auch im Landkreis Freyung-Grafenau eine einwöchige LernFreizeit an den Grundschulen in Grafenau und Waldkirchen organisiert werden. Bildungskoordinatorin Laura Poost hat zusammen mit den Schulleiterinnen der Grundschulen in Grafenau und Waldkirchen und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die LernFreizeit durchgeführt.

Der Unterrichtsausfall bedingt durch Corona ist für viele Schüler nicht optimal gewesen. So war das Ziel der Bildungskoordinatorin, mit der LernFreizeit in der letzten Ferienwoche von Montag bis Freitag lernschwachen Kindern einen erleichterten Schulanfang zu ermöglichen.
Die beiden Schulleiterinnen, Christine Weiß und Eva Spindler, haben die Idee der LernFreizeit gerne aufgenommen und bei der Umsetzung unterstützt. An dieser Stelle gebührt den beiden großer Dank, dass alles recht kurzfristig vor den Sommerferien noch geplant werden konnte.

Als Kooperationspartner vor Ort konnte die AWO gewonnen werden, da diese an beiden Schulstandorten bereits Personal beschäftigt und aus diesem Pool Lehramtsstudenten stellen konnte. So wurde der Großteil des Personals vom Landkreis finanziert. Weitere Personalkosten wurden zusätzlich von der AWO gespendet.

Teilgenommen haben an beiden Stadtorten insgesamt knapp 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 3. Schwerpunkte in dieser Woche waren Deutsch und Mathe und in Grafenau konnte sogar die Lektüre “Das Vamperl“ gelesen werden. Lesen ist wichtig, denn, so Schulleiterin Christine Weiß: „gerade für das Lesen bleibt zu Hause manchmal keine Zeit“.

An beiden Standorten wurden die Kinder in Kleingruppen jeweils zwischen drei und fünf Kindern betreut, sodass eine individuelle Förderung jederzeit möglich war.
In Waldkirchen wurden die Kinder teilweise am Einzeltisch betreut, um ganz gezielt Hilfestellung zu geben.
„Die Organisation der LernFreizeit war nicht ganz einfach, obwohl das Konzept bei allen Beteiligten durchweg positiv aufgenommen wurde und Zustimmung und Unterstützung signalisiert wurden. In der letzten Woche vor den Sommerferien konnte das Projekt aber an den beiden Schulstandorten im Landkreis umgesetzt und für die letzte Sommerferienwoche geplant werden. So konnte das neue Schuljahr direkt mit mehr Schwung begonnen werden“, freut sich Laura Poost und bedankt sich bei allen Ansprechpartnern und Teilnehmern für die Unterstützung des Projekts.

Die Rückmeldung der Eltern, sowie der Schulleiterinnen und des Lehrpersonals zu dem Angebot war durchweg positiv. Dadurch, dass das Pilotprojekt so gut gelaufen ist, möchte das Landratsamt Freyung-Grafenau in den kommenden Sommerferien ein ähnliches Programm planen – vielleicht dann ganztags und mit Freizeitangebot, um ein längeres Betreuungsangebot anbieten zu können.

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