Viel Lob für das ‚Schaffen‘

Freyung. Das Regionalmanamgent, das in enger Abstimmung mit Landrat Sebastian Gruber, dem Bereich Wirtschaft, Tourismus, Regionalmanagement und weiteren Projektpartnern zusammenarbeitet, hat zwei Hauptaufgaben: Einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern und andererseits die regionale Identität stärken.

Schon seit zwölf Jahren gibt es das Regionalmanagement Freyung-Grafenau. Aktuell befindet man sich bereits in der fünften Förderperiode, die noch bis Ende 2021 läuft – die finanziellen Mittel werden maßgeblich durch den Freistaat sowie Bezirk zur Verfügung gestellt. Die Förderhöchstsumme beträgt 150.000 Euro. Weitere 150.000 kommen noch hinzu, da Freyung-Grafenau in einem Wettbewerb gewonnen hat.

(Foto: MuW/m.wagner)

Im vergangenen Jahr wurde das Geld in mehreren Handlungsfeldern investiert: Medizinische Versorgung, Schule, Digitales, Sozialraumanalyse und der Landkreis-Imagekampagne.

Medizinische Versorgung

Nachdem im vergangenen Jahr ein „Dreiländer-Gesundheitskongress“ geplant war, hochkarätige Referenten hätten Medizinern aus ganz Deutschland die Region FRG näher bringen sollen, die Resonanz jedoch überschaubar war, konzentrierte man sich darauf, Medizin-Studenten zweimal pro Jahr ein vierwöchiges Praktikum in einer Landarztpraxis im Landkreis zu ermöglichen.

Digitales

Der Hackathon im Herbst 2019 war erneut ein voller Erfolg. Jetzt möchte man digitalen StartUps neue Märkte eröffnen und so zur Attraktivität der Region beitragen. Weiter sind Workshops geplant, um digitale Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Impagekampagne

Regionalmanager Stefan Schuster zählte eine reihe von Aktionen auf, die in den vergangenen zwölf Monaten die Runde gemacht haben: Die Präsenz (inklusive Christbaum-Stellung) auf dem Münchner Christkindlmarkt inklusive einem Treffen für ehemalige Landkreis-Bewohner, Werbungen im Rahmen des Para-Weltcups in Finsterau und die Kronkorkenation beispielsweise. Auch die regionale Landwirtschaft ist jetzt Projektpartner der Imagekampagne, was Schuster besonders freut.

Naturlich war es jetzt so, dass aufgrund der Corona-Pandemie zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen abgesagt werden mussten (u.a. Passauer Frühlingsmesse, Tag des Sports, Volksfeste), dennoch wurde dadurch auch die ‚Kreativität‘ angekurbelt. Neue und wichtige Konzepte wurden entwickelt, wie etwa das KanapeeStreaming-Festival, die Autokinos, eine Internet-Plattform für die Gastronomie oder der Mund- und Nasenschutz ‚Made in FRG‘.

Regionalmanager Stefan Schuster (Foto: MuW/m.wagner)

Schule

Auch die Berufskompasstage an den Realschulen in Freyung und Grafenau mussten ausfallen. Ob und in welcher Form die Ausbildungsbörse sattfinden wird, kann derzeit nicht gesagt werden. Eigentlich wäre diese für den 10. Oktober in Röhrnbach geplant gewesen. Regionalmanager Schuster sagte jedoch: „Die Ausbildungsmesse wird wieder stattfinden, es kann dann aber sein, dass diese virtuell abläuft.“

Die Wirtschaftsvertreter aus der Region hatten viel Lob für das Regionalmanagement übrig. Laut Gerhard Wimmer, Unternehmer spreche vor allem ein Punkt für den Erfolg: Die Zahl der Partner aus der Wirtschaft stieg in den letzten beiden Jahren von 19 auf über 60.

Bürgermeister-Sprecher Josef Kern meinte denn auch in Richtung der Fördergeber aus München und Landshut: „Wie Sie sehen, sind die Fördermittel hier bei uns gut aufgehoben. Hier wird nicht nur geredet, hier setzen wir auch um.“

Zu Beginn dieser Lenkungsgremiumssitzung des Regionalmanagements Freyung-Grafenau gab Hilde Greiner zu, dass sie schon etwas Lampenfieber habe. Denn für die SPD-Politikerin war es der erste und größere Termin als stellvertretende Landrätin – sie leitete zum ersten Mal in dieser Position eine solche Sitzung. Hilde Greiner meinte: „Es ist mir eine große Ehre, zumal es die Sitzung des Regionalmanagements betrifft. Denn hier wird eine tolle Arbeit geliefert. Alle tragen dazu bei, dass es im Landkreis wirklich „Mehr als erwartet“ gibt – das in jeder Hinsicht.“

Hilde Greiner, die stellvertretende Landrätin, leitete durch die Sitzung (Foto: MuW/m.wagner)
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