Der neue Direktor Michael Endres erläutert im Sozialcourage-Interview, was für ihn Caritas ausmacht

Passau (can). Die Caritas als profilierter kirchlicher Sozialverband mit einem breiten Angebot für Menschen ist für ihn unerlässlich. In Deutschland müssen sich Christen in gesellschaftliche Debatten einmischen. Und wenn ganz Deutschland ihn hören könnte, würde er den Menschen sagen: “Lasst Euch von den Schicksalen von Menschen auf der Flucht anrühren! Wer Flüchtlinge so sehr kritisch sieht oder Angst vor ihnen hat, sollte den Mut haben, sich von den Menschen auf der Flucht persönlich erzählen zu lassen, warum sie sich auf einen so gefahrvollen Weg machen“. Michael Endres, der neue Passauer Caritasdirektor, erläutert im aktuellen Sozialcourage-Interview, was Caritas ausmacht. Anfang April 2017 beginnt er seine Arbeit imi Bistum Passau. Er erzählt, was Heimat für ihn bedeutet und worauf er sich in Passau freut.

Die Caritas leistet für ihn professionelle und fachgerechte Hilfe vor Ort aus dem christlichen Glauben heraus. “Wir in der Caritas strahlen mit unserer menschlichen Zuwendung Gottes Zuversicht aus“. Gleichzeitig stehe der Sozialverband bei den Gehältern, bei der beruflichen Ausbildung, mit den Angeboten und Einrichtungen in einem außerordentlichen Maß als Vorbild in der gesellschaftlichen Verantwortung.

Endres steht für eine klare Positionierung aus christlicher Verantwortung für Kranke, Schwache, Arme, Benachteiligte und Ausgegrenzte; auch in der Frage einer menschenwürdigen Pflege, den Nöten der flüchtenden Menschen oder bei der umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung will er “moderat und angemessen im Ton, klar, differenzierend und entschieden in der Sache“ vorgehen. Ihm geht es auch um das ganze persönliche couragierte Einschreiten als Christ im Alltag. “Nicht wegschau’n oder wegducken“.

Beim Ausdruck “Flüchtlings-Krise“ gibt er zu bedenken: “Die eigentliche Krise ist doch, dass die Menschen vor Unrechtsregimen fliehen müssen, die Krieg und Vertreibung gegen Familien und Kinder führen“. Die Fluchtursachen müssten bekämpft werden. Natürlich habe Integration auch mit Ressourcen zu tun. Aber Zuwanderung berge auch Chancen und Möglichkeiten.

Michael Endres freut sich nach elf Jahren als Gesamtverantwortlicher einer großen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung bei der Diakonie auf neue Aufgaben. Und privat wollte er mit seiner Frau gerne Richtung Natur und Berge in den Süden Bayerns.

Sein Wunsch zum Start in Passau: “herzlichen, offenen und engagierten Menschen zu begegnen, die mir die Hand reichen und mich aufnehmen, damit ich meine Arbeit für die Caritas leisten kann“.

Das ganze Interview findet man auf der Homepage www.caritas-passau.de.

(Bild: Der neue Caritas-Direktor in Passau Michael Endres im Sozialcourage-Interview – Foto: Caritasverband Passau)