Neun von zehn Gästen kamen aus dem Inland

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus für die 11 321 im Juni geöffneten Beherbergungsbetriebe *) Bayerns mitteilt, flachen die auf Grund der CoViD-19-Pandemie in den vergangenen Monaten enorm starken Rückgänge der Ankunfts- und Übernachtungszahlen langsam ab. Demnach kamen im Juni 2020 insgesamt 1,8 Millionen Gäste nach Bayern, mit einem Anteil von 92,2 Prozent fast überwiegend aus Deutschland. Die Anzahl der Übernachtungen belief sich auf 5,5 Millionen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den nun vorliegenden, vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, konnten die 11 321 geöffneten Beherbergungsbetriebe) Bayerns im Juni 1,8 Millionen Gästeankünfte und 5,5 Millionen Übernachtungen verzeichnen. Sowohl Gästeankünfte (-54,7 Prozent), als auch Übernachtungen (-44,6 Prozent) liegen damit weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau, die Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie auf die bayerischen Beherbergungsbetriebe sind weiterhin klar sichtbar. Dennoch zeigen die Ankunfts- und Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vormonat Mai einen deutlichen Aufwärtstrend, der neben den Lockerungen der im Zusammenhang mit der Pandemie ergriffenen Maßnahmen und Reisebeschränkungen auch auf den bayerischen Pfingstferien und den Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern im Juni beruhen dürfte.

Mit einem Anteil von 92,2 Prozent bei den Ankünften konzentrierte sich das Beherbergungsgeschäft im Juni überwiegend auf inländische Gäste, insgesamt verzeichnete der Inlandstourismus 1,6 Millionen Ankünfte (-44,9 Prozent ggü. Juni 2019) und 5,2 Millionen Übernachtungen (-36,0 Prozent). Weiterhin auf niedrigem Niveau mit gut 138 000 Ankünften (-85,4 Prozent) und rund 357 000 Übernachtungen (-81,3 Prozent) bewegte sich die Nachfrage aus dem Ausland, die sich im Vorjahresvergleich lediglich bei den Gästen aus den europäischen Ländern etwas besserte. Die höchsten Gästezahlen konnten im Juni bei den traditionell am stärksten vertretenen Herkunftsländern Österreich (rund 26 000 Gäste), der Schweiz (rund 22 000 Gäste) und den Niederlanden (rund 16 000 Gäste) gezählt werden.

Vor allem die Ferienzentren, -häuser und -wohnungen konnten im Juni wieder mehr Gäste begrüßen, hier betrug das Minus zum Vorjahresmonat bei knapp 150 000 Ankünften noch -19,7 Prozent und bei 851 000 Übernachtungen noch -5,6 Prozent. Die Jugendherbergen und Hütten sowie die Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime mussten dagegen weiterhin herbe Verluste hinnehmen.

Die Betrachtung der regionalen Verteilung des Gästeaufkommens zeigt, dass sich insbesondere in den Alpenregionen die Lage etwas gebessert hat. Hier fielen die Rückgänge gegenüber Juni 2019 vergleichsweise weniger stark aus. Die deutlichste Erholung erfuhren die Tourismusregionen Chiemsee-Chiemgau (Gästeankünfte: 70 000, Übernachtungen: 309 000), das Berchtesgadener Land (Gästeankünfte: 63 000; Übernachtungen 257 000), das Allgäu (Gästeankünfte: 272 000; Übernachtungen 1,1 Millionen) und die Zugspitz-Region (Gästeankünfte: 81 000, Übernachtungen: 297 000).

Positiver als im restlichen Freistaat war darüber hinaus auch die Entwicklung im Fränkischen Seenland und im Bayerischen Wald.

Das erste Halbjahr 2020 brachte für die bayerischen Beherbergungsbetriebe insgesamt massive Einbußen: mit knapp 8,4 Millionen Gästeankünften und rund 23,8 Millionen Übernachtungen konnten nur noch halb so viele Gäste beherbergt werden wie im ersten Halbjahr des Vorjahres. Betroffen waren alle Regierungsbezirke gleichermaßen, die Veränderungsraten lagen bei den Gästeankünften zwischen -49,6 Prozent in Niederbayern und -56,7 Prozent in Mittelfranken und bei den Übernachtungen zwischen -44,0 Prozent in Schwaben und -52,3 Prozent in Mittelfranken.


Hinweis:
*) Geöffnete Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffnete Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen.

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