Passau/Ruhstorf a.d. Rott. Die Nachricht von einem massiven Stellenabbau bei Siemens am Standort Ruhstorf a.d. Rott hat Landrat Franz Meyer schockiert und zu sofortigem Handeln veranlasst. Noch aus der laufenden Sitzung des Bayerischen Landkreistages hat er am Mittwoch, 9. März, Gespräche mit Konzernleitung, Wirtschaftsministerium, IG-Metall und Regierung von Niederbayern geführt. Am Nachmittag hat der Landrat auch mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Angelegenheit ein Telefonat geführt.

Meyers Ziel ist es, sobald als möglich ein Spitzengespräch zu ermöglichen. Er verbindet damit den Appell an alle Kräfte aus Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften im Landkreis, alles zu unternehmen, damit Siemens seine Pläne überdenkt. Personalabbau, so der dringende Aufruf des Landrats an die Konzernspitze um Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser, sei keine kreative Lösung. Der Landrat erwarte von Siemens Konzepte, wie etwa durch Verlagerungen von Produktionsbereichen innerhalb des Weltkonzerns die Auswirkungen für Ruhstorf abgemildert werden können. „Die Pläne in der jetzigen Form sind ein Schock für die Region und ein schwarzer Tag. Wir können das nicht akzeptieren.“

Der Landrat, der auch mit dem Ruhstorfer Bürgermeister Andreas Jakob in ständigem Austausch steht, appelliert an den „Niederbayern Joe Kaeser, den Standort Ruhstorf mit seine fleißigen und treuen Mitarbeitern nicht derart zu schwächen.“ Gerade die Siemensianer in Ruhstorf hätten in den letzten Jahren bewiesen, wie loyal sie zu ihrem Arbeitgeber stehen. Jetzt sei der Konzern gefordert, diese Solidarität in schwierigen Zeiten an die Mitarbeiter zurückzugeben.

(Pressemitteilung, LRA Passau v. 09.03.2016)

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