Räume im Landratsamt werden zur leistungsfähigen Kreiseinsatzzentrale umgebaut

Ob es die Schneekatastrophe 2006 war, das Hochwasser 2016 oder Sturm Kolle 2017 – wenn größere (Wetter-)Ereignisse den Landkreis treffen, ist das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde gefragt. Um die Handlungsfähigkeit in solchen Situationen weiter auszubauen und zu festigen, hat sich der Landkreis ein umfangreiches Programm vorgenommen. Abgeschlossen ist mittlerweile die Ertüchtigung und Renovierung der Katastrophenschutzräume im Keller des Landratsamtes in Freyung.

Der Umbau der ehemaligen Nachalarmierungsstelle in eine leistungsfähige Kreiseinsatzzentrale zur Unterstützung der Führungsgruppe Katastrophenschutz und der Feuerwehren auf Kreisebene ist nur einer von mehreren Schritten, die der Landkreis derzeit unternimmt, um auf die nächste (Wetter-)Katastrophe vorbereitet zu sein. In den neuen Räumen werden die Einsätze der Feuerwehren koordiniert und mit den übrigen Rettungskräften abgestimmt. Landrat Sebastian Gruber zeigte sich bei einem Ortstermin zusammen mit dem Brand- und Katastrophenschutzbeauftragten des Landkreises Thomas Thurnreiter und Architektin Susanne Bauer zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. „Wir schaffen hier die Voraussetzungen, damit wir im Katastrophenfall schnell reagieren können. Es ist wichtig, die Einsatzkräfte so auszustatten, dass sie ihrer wichtigen Aufgabe im Ernstfall möglichst reibungslos nachkommen können – für unser aller Sicherheit.“

Die Räume wurden nicht nur modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Auch das Platzangebot wurde vergrößert. Damit herrschen in den Räumen im Keller des Dienstgebäudes Königsfeld künftig nicht nur für die eigenen Mitarbeiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz gute Arbeitsbedingungen. Es gibt auch deutliche Verbesserungen für die so genannten Fachberater, Kontaktleute zu Bundeswehr, Polizei, Sanitätsdient und Technischen Diensten, die im Katastrophenfall direkt angebunden an die Führungsgruppe arbeiten können.

So gut wie abgeschlossen ist auch der Austausch und die Erneuerung von Elektroinstallation und Netzwerk. Künftig gibt es eine deutlich verlängerte Akkupufferung wichtiger Anlagen, und damit eine noch besser abgesicherte Spannungsversorgung, damit auch bei einem Stromausfall ohne Unterbrechung weitergearbeitet werden kann. Die Räume im Landratsamt werden mit fest installierten TETRA-Digitalfunk-Geräten ausgestattet, um auch auf diesem Kanal die Kommunikation mit Behörden, Polizei und Feuerwehr sicherzustellen. Weitere Punkte auf der Liste sind eine Überarbeitung des Schulungskonzepts für die Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie – zusammen mit den Feuerwehren – an der Optimierung der Alarmierung zu feilen.